Dienstag, 12. Dezember 2017

Anastacia – Anastacia




Anastacia – Anastacia


Besetzung:

Anastacia – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Jeff Anderson – bass
Kenny Aronoff – drums
Dallas Austin – guitar, keyboards, midi drums
Glen Ballard – guitar, keyboards
Paul Bushnell – bass
Gary "Mudbone" Cooper – vocals (background)
Andrew Dawson – keyboards
Kara DioGuardi – vocals (background)
Ned Douglas – drum programming, synthesizer programming
Josh Freese – drums
Siedah Garrett – vocal arrangement, vocals (background)
Teese Gohl – string Arrangements
Sean Hurley – bass
Richie Jones – drums
Randy Kerber – keyboards
Eric Kupper – drums, guitar, keyboards
Michael Landau – guitar
Matt Laug – drums
Patrick Leonard – keyboards, programming
Paul Lequerica – vocals (background)
Dan Levitt – guitar
David Levitt – guitar
Brian Macleod – drums
Billy Mann – vocals (background)
MC Foureyez – vocals
Lance Morrison – bass, guitar
Jamie Muhoberac – keyboards
Tim Pierce – guitar
Tony Reyes – bass, guitar
Mark Russell – bass
John Shanks – guitar, keyboards
Rick Sheppard – midi
Ed Sherman – conductor
Dave Stewart – guitar
Shari Sutcliffe – music contractor
Lisa Vaughn – vocals (background)
Audrey Wheeler – vocals (background)
Colin Wolfe – bass


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Rock, Soul


Trackliste:

1. Seasons Change (4:17)
2. Left Outside Alone (4:17)
3 Time (3:33)
4. Sick And Tired (3:30)
5. Heavy On My Heart (4:26)
6. I Do (3:04)
7. Welcome To My Truth (4:03)
8. Pretty Little Dum Dum (4:37)
9. Sexy Single (3:52)
10. Rearview (4:12)
11. Where Do I Belong (3:26)
12. Maybe Today (5:15)

Gesamtspieldauer: 48:37



Im Jahr 2003 war bei der US-amerikanischen Sängerin Anastacia Lyn Newkirk Brustkrebs diagnostiziert worden. Sie besiegte den Krebs und ein Jahr später spielte sie ihr drittes, jetzt selbstbetiteltes Studioalbum „Anastacia“ ein und plötzlich klang die Musik der US-Amerikanerin völlig anders, als auf den beiden zuvor veröffentlichten Scheiben. Kein R&B mehr, kein Funk, wenig Pop und nur noch ein Hauch von Soul. Nein, Anastacia klang nun völlig anders – stimmlich wie musikalisch – und das Genre, in dem sie nun wandelte heißt Rock. Am 29. März 2004 wurde das neue Album auf dem Plattenlabel Sony Music veröffentlicht.

Selbst die Stimme von Anastacia klingt hier nicht mehr so übertrieben schnarrend, auch wenn sie es nicht ganz lassen kann. Doch bei vielen Titeln klingt sie fast wie eine „normale“ Rocksängerin, was in diesem Fall ein großer Vorteil ist. So gibt es auf ihrem dritten Album einiges zu hören, was auch wahrlich hörenswert ist. Da bekannteste Stück der Platte ist da zu nennen, „Left Outside Alone“. Das Lied kletterte bis auf Platz 1 der Charts in Australien, Österreich, Italien, Spanien und der Schweiz. „Left Outside Alone“ ist eine melodiöses Rock-Nummer, welche schnell, ins Ohr geht und dort auch länger verbleibt. Weiter überaus hörenswert sind die Stücke „Pretty Little Dum Dum“, ein Lied, welches irgendwo zwischen den Genres Pop und Rock angesiedelt ist. Dazu noch die Nummer „Where Do I Belong“. Sanft startend und sich dann rockig weiterentwickelnd gehört es ebenfalls zu den eingängigen Höhepunkten der Platte.

Das Album selbst belegte in elf europäischen Ländern den ersten Platz der Charts. Darunter waren auch Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Schweden. Umso kurioser wirkt es von daher, dass „Anastacia“ von Anastacia in der Heimat der Amerikanerin, den USA, seltsamerweise nie veröffentlicht wurde. Hätte sich jedoch sicherlich gelohnt, denn der hier zu hörende Rock kann durchaus überzeugen, ist melodisch und kraftvoll und bleibt im Ohr hängen – und in den USA soll es ja bekanntlich auch eine ganze Menge Rockfreundinnen und -freunde geben. Anastacia singt deutlich besser und vor allen Dingen wenige aufdringlich, als auf ihren ersten beiden Alben, sodass man auf diesem Album als Fan rockiger Musik durchaus etwas für sich finden wird. Unter den zwölf Liedern versteckt sich auch kein Ausfall, was ebenfalls positiv anzumerken ist.

Fazit: Im Gegensatz zu den ersten beiden Alben der US-Amerikanerin Anastacia, auf denen R&B, Soul und Funk zu hören waren, bekommt man auf ihrer dritten Studioveröffentlichung eine ganze Menge sehr gelungenen Rock geboten. Ihre Stimme nimmt die Sängerin etwas zurück, sie klingt sehr viel angenehmer, als diese schnarrende und schrille Ausführung auf den beiden vorherigen Alben. Die Musik rockt und geht ins Ohr. Lohnt sich für Rock-Fans. Acht Punkte.

Anspieltipps: Left Outside Alone, Pretty Little Dum Dum, Where Do I Belong



Montag, 11. Dezember 2017

Various Artists – Lieder der Heimat




Various Artists – Lieder der Heimat


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Karussell


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Volksmusik, Schlager


Trackliste:

1. Lieder der Heimat (Edith Prock) (3:58)
2. Das Echo vom Königssee (Michael Berger) (2:39)
3. Der Weg zum Herzen (Alfons Bauer / Almdudler) (2:22)
4. Das Glück is a Vögerl (Erich Kunz) (3:35)
5. Heimatwalzer (Maria-Hellwig-Trio) (2:56)
6. Mühlviertlerland mein Heimatland (Hansl Krönauer) (2:37)
7. Schau das Alpenglühn (Keferloher Musikanten & Rita und Alfons Bauer) (3:13)
8. Heimweh nach den Bergen (Herlinde) (3:34)
9. Verlassen, verlassen bin i (Teddy Parker) (1:52)
10. Traumwalzer (Alfons Bauer und sein Orchester) (3:34)
11. 's ist Feierabend (Lolita) (3:02)
12. Das Rennsteiglied (Herbert-Roth-Duo) (3:07)
13. Sehsuchtsjodler (Michael Berger) (2:21)
14. Schicksalslied (Hans Ehrlinger) (3:25)
15. Hoch vom Dachstein an (Mozart-Chor) (3:04)

Gesamtspieldauer: 45:26



„Lieder der Heimat“ ist ein Kompilationsalbum, auf dem man ältere Volkslieder neben etwas neuerer Volksmusik hört. Diese Zusammenstellung erschien im Jahr 1989 auf dem Plattenlabel Karussell. Auch wenn sich auf dem Album zum Teil deutlich modernere Volksmusikklänge finden lassen, so muss man doch positiv anmerken, dass diese Musik mit „richtigen“ Instrumenten eingespielt wurde. Drum-Computer und Synthesizer haben auf dieser Veröffentlichung nichts verloren. Hier grenzt sich diese Musik wunderbar vom volkstümlichen Schlager ab.

Es wird viel gejodelt auf „Lieder der Heimat“, dann klingt es auch mal nach Operette wie beim Lied „Das Glück is a Vogerl“. Man muss das alles mögen, für Freunde der Rockmusik wird es da natürlich eng, sehr eng. Doch auch wenn man mit dieser Art der Musik wenig bis ganz wenig anzufangen weiß, so ist sie doch handgemacht, tanzbar und geht zum Teil auch ganz nett ins Ohr. Ein Walzer im Viervierteltakt nach dem anderen bekommt man hier zu hören und mit Margot Hellwig, Lolita, Edith Prock und Hansl Krönauer sind auch einige bekannte Musiker der Volksmusik-Szene vertreten.

Fazit: Für Freundinnen und Freunde „echter“ Volksmusik geeignet. Schlager-Fans werden damit schon deutlich weniger anzufangen wissen, denn hier fehlt ja der Schlagzeugcomputer und der Synthesizer. Musik passend zu den Bergen, weniger für das Bierzelt, sehr viel mehr zum Walzertanzen, wenn man das denn kann. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Das Rennsteiglied



Sonntag, 10. Dezember 2017

Robbie Williams – Intensive Care




Robbie Williams – Intensive Care


Besetzung:

Robbie Williams – lead vocals, backing vocals, guitar, bass guitar, epiphone casino, synthesizer


Gastmusiker:

Stephen Duffy – guitar, keyboards, nord lead, wine glass, sitar, harp, sequencers, shakers, dilruba, harmonica
Claire Worrall – backing vocals, (track 11) piano, mellotron, hammond b3, helicopter
Melvin Duffy – pedal steel guitar (track 11)
Neil Taylor – guitar (track 11)
Greg Leiz – guitar
Justin Duarte – acoustic guitar
Jerry Meehan – bass guitar, fender precision (track 11)
Matt Chamberlain – drums, percussion (track 11)
Kate Kissoon – backing vocals
Tessa Niles – backing vocals
Jeff Babko – trombone (track 11)
Cleto Escobedo – baritone saxophone (track 11)
Waddy Wachtel – guitar (track 11)
Jebin Bruni – synthesizer
Davey Farragher – bass guitar, fender precision
John Paterno – guitar
Buddy Judge – guitar
Max Beesley – percussion, vibes
Gary Nuttall – backing vocals (track 11)
Carlton E. Anderson – choir (tracks 3 and 11)
Maxi Anderson – choir (tracks 3 and 11)
Randy Crenshaw – choir (tracks 3 and 11)
Judith Hill – choir (tracks 3 and 11)
Julia Tillman – choir (tracks 3 and 11)
Carmen Twillie – choir (tracks 3 and 11)
Oren Waters – choir (tracks 3 and 11)
Maxine Waters Willard – choir (tracks 3 and 11)
Will Wheaton Jnr – choir (tracks 3 and 11)
Terry Wood – choir (tracks 3 and 11)
Charlie Bisharat – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
Mario De Leon – violins (tracks 1, 3, 5, 6 and 8)
Armen Garabedian – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 10 and 12)
Berj Garabedian – violins (tracks 1, 3, 5, 6 and 8)
Alan Grunfeld – violins (tracks 1, 3 and 5)
Sara Pakins – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
Michelle Richards – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
Sarah thornblade – violins (tracks 1, 3, 5, 6 and 8)
Josefina Vergara – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
John Wittenburg – violins (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
Denyse Buffum violas (tracks 1, 2, 3, 5, 6, 8, 10 and 12)
Matt Funes – cello
Roland Kato – cello
Evan Wilson – cello
Larry Corbett – cello
Suzie Katayama – cello
Dan Smith – cello


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Pop, Soft Rock


Trackliste:

1. Ghosts (3:42)
2. Tripping (4:36)
3. Make Me Pure (4:33)
4. Spread Your Wings (3:50)
5. Advertising Space (4:37)
6. Please Don't Die (4:47)
7. Your Gay Friend (3:21)
8. Sin Sin Sin (4:09)
9. Random Acts Of Kindness (4:15)
10. The Trouble With Me (4:20)
11. A Place To Crash (4:34)
12. King Of Bloke And Bird (6:13)

Gesamtspieldauer: 53:03



„Intensive Care“ heißt das sechste Studioalbum des englischen Musikers Robbie Williams. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 24. Oktober im Jahr 2005 auf dem Plattenlabel EMI. Auf „Intensive Care“ hört man eine Mischung aus Pop und Rock, wobei es sich im Falle der rockigen Passagen eher um Soft Rock, denn um Hard Rock handelt. Die Platte verkaufte sich überaus gut und platzierte sich im Vereinigten Königreich, Deutschland, Australien, Argentinien und vielen anderen Ländern mehr auf dem ersten Platz der Verkaufscharts. Zur Tour zum Album gibt es sogar einen Vermerk im Guinness Book of World Records, denn am ersten Tag des Vorverkaufs für die anstehenden Konzerte wurden insgesamt 1,6 Millionen Tickets verkauft – das gab es so noch nie.

Robbie Williams schwimmt mit „Intensive Care“ ganz auf der Pop-Mainstream-Schiene. Solcher Art Musik muss einfach kommerziell erfolgreich sein. Die Lieder hören sich durch die Bank weg eingängig und melodiös an. Alles klingt und geht ins Ohr auf dieser Platte. Die einzelnen Titel sind perfekt produziert und abgemischt, an keiner Stelle des Albums gibt es hier etwas Negatives zu erwähnen oder einen Anlass zum Nörgeln. Nichtsdestotrotz überzeugt die Platte nicht vollends. Die Lieder mögen melodiös klingen, schwimmen dabei jedoch nur oberflächlich an einem vorbei. Nur sehr wenig geht hier in die Tiefe, klingt und wirkt packend und spannend. Alles scheint genau auf diese schnelle Eingängigkeit hin produziert worden zu sein. Nur wenige der Lieder klingen länger nach.

Trotzdem soll das nicht bedeuten, dass „Intensive Care“ ein schlechtes Album wäre, das ist es nämlich nicht. Robbie Williams unterhält mit der Platte seine Hörerinnen und Hörer – das ist ihm wahrlich nicht abzusprechen. Man kann die Musik des Engländers genießen, wenn sie gerade gespielt wird. Doch wenn das letzte Lied verklungen, der letzte Akkord ausgeblendet ist, dann bleibt nicht mehr so viel von dieser Scheibe hängen. Doch eine Ausnahme gibt es da auf „Intensive Care“ auch. Das Lied „Advertising Space“ ist eines jener Stücke, die wirken und nachhallen, hängenbleiben und auf die man sich bei jedem neuen Anstimmen freut. Bei aller Unterhaltung ist es jedoch lediglich dieses eine Lied, welches so überzeugt und aus den anderen herausragt.

Fazit: Freundinnen und Freunde der Pop-Musik und des sanfteren Rocks, werden an „Intensive Care“ ihre Freude haben. Das Album ist vollgestopft mit Mainstream-Pop, der durchaus ins Ohr zu gehen versteht. Nachhaltig ist das zwar nicht sonderlich, doch schön anzuhören allemal. Und dann gibt es da auf der Platte noch das Lied „Advertising Space“. Dieses klingt nach, ist gefühlvoll, einfach schön und lohnt sehr gehört zu werden. Acht Punkte.

Anspieltipps: Tripping, Advertising Space



Samstag, 9. Dezember 2017

Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise




Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise


Besetzung:

Vangelis – all instruments


Gastmusiker:

Bruno Manjarres – spanish guitar, voices
Pepe Martinez – spanish guitar, voices
Francis Darizcuren – mandolin, violin
Didier Malherbe – flutes
Guy Protheroe – vocals
English Chamber Coir


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soundtrack, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Opening (1:22)
2. Conquest Of Paradise (4:48)
3. Monastery Of La Rábida (3:38)
4. City Of Isabel (2:16)
5. Light And Shadow (3:46)
6. Deliverance (3:28)
7. West Across The Ocean Sea (2:53)
8. Eternity (1:59)
9. Hispañola (4:56)
10. Moxica And The Horse (7:06)
11. Twenty Eighth Parallel (5:14)
12. Pinta, Niña, Santa María (Into Eternity) (13:20)

Gesamtspieldauer: 54:52




„1492 - Conquest Of Paradise“ ist das vierundzwanzigste Album des griechischen Komponisten Evangelos Odysseas Papathanassiou, der den meisten wohl eher unter seinem Künstlernamen Vangelis bekannt sein dürfte. Gleichzeitig ist das Album der neunte Soundtrack, den Vangelis zu einem Film beisteuerte und veröffentlichte. Auf „1492 - Conquest Of Paradise“ arbeitete Vangelis erneut mit Regisseur Ridley Scott zusammen, für dessen Film „Blade Runner“ aus dem Jahr 1982 er ebenfalls den Soundtrack komponierte. Der Soundtrack und die im Film verwendete Musik unterschieden sich im Falle von „1492 - Conquest Of Paradise“ jedoch deutlich.

„1492 - Conquest Of Paradise“ klingt sehr intensiv, zum Teil auch fast schon martialisch. Das bekannteste Lied des Soundtracks dürfte das Titellied „Conquest Of Paradise“ sein. Genau wie der Film wenig Zuschauer anlockte, so verkaufte sich auch der Soundtrack zunächst wenig erfolgreich. Das änderte sich allerdings, als der deutsche Boxer Henry Maske das Lied „Conquest Of Paradise“ Ende des Jahres 1994 für den Einmarsch in den Ring bei einem seiner Weltmeisterschaftskämpfe verwendete. Das Lied stand danach elf Wochen lang auf Platz Eins der deutschen Single-Charts. Im Sog dieses Erfolgs verkaufte sich nun auch das ganze Soundtrack-Album deutlich besser.

Die Musik ist oftmals dicht, seltener klingt es auch mal sphärischer. Jedes Lied auf der Platte geht gut ins Ohr, ist melodiös und eingängig gehalten. Man kann die einzelnen Stücke auch ganz herausgelöst aus dem Gesamtzusammenhang hören, da sie sehr wohl einzeln wirken. Im weiteren Verlauf der Platte klingt es dann allerdings manchmal etwas experimenteller, was wohl daran liegt, dass die entsprechenden Bilder zu den filmischen Szenen nicht gesehen werden können. Trotzdem lässt sich alles – im Gegensatz zu manch anderem Soundtrack – auch gut ohne bildliche Untermalung anhören. Die Musik klingt intensiv und wirkt.

Fazit: „1492 - Conquest Of Paradise“ ist ein Soundtrack-Album zum gleichnamigen Film. Die Musik vom griechischen Komponisten Vangelis klingt dicht gepackt und wirkt auch ohne den Film, dessen musikalische Untermalung sowieso stark vom Soundtrack abweicht. Berühmtestes Lied ist jenes, welches der Boxer Henry Maske zu seinem Einlauflied auserkor, das Titellied „Conquest Of Paradise“. Acht Punkte.

Anspieltipps: Conquest Of Paradise, Monastery Of La Rábida



Freitag, 8. Dezember 2017

Sting – Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)




Sting – Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. When We Dance (5:59)
2. If You Love Somebody Set Them Free (4:15)
3. Fields Of Gold (3:39)
4. All This Time (4:55)
5. Englishman In New York (4:27)
6. Mad About You (3:53)
7. It's Probably Me (5:00)
8. They Dance Alone (Cueca Solo) (7:15)
9. If I Ever Lose My Faith In You (4:31)
10. Fragile (3:53)
11. We'll Be Together (3:51)
12. Moon Over Bourbon Street (4:00)
13. Love Is The Seventh Wave (3:30)
14. Russians (3:57)
15. Why Should I Cry For You (4:51)
16. This Cowboy Song (5:00)
17. Fragilidad (3:51)

Gesamtspieldauer: 1:16:54




„Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ heißt das erste Kompilationsalbum des britischen Musikers Sting. Darauf enthalten sind die Hit Singles seiner ersten vier Solo-Alben „The Dream Of The Blue Turtles“, „...Nothing Like The Sun“, „The Soul Cages“ sowie „Ten Summoner's Tales“. Dazu enthält die Platte mit den Liedern „When We Dance“ und „This Cowboy Song“ noch zwei neue Stücke, die beide auch als Singles ausgekoppelt wurden. „Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ erschien am 8. November 1994 auf dem Plattenlabel A&M Records und ist das mit Abstand erfolgreichste Kompilationsalbum des Sting bis zum heutigen Tag.

Was immer man auch von der Vorgehensweise halten soll, auf einem „Best Of…“-Album zusätzlich noch neue Titel zu platzieren, ein leichter Beigeschmack bleibt auf jeden Fall. Denn solch ein Vorgehen bedeutet nun mal nichts anderes, als den geneigten Fan, der die übrigen Titel bereits von den offiziellen Studioalben her besitzt und dieses Album nicht mehr kaufen würde, doch noch zu animieren, diese Album zu erwerben. Nun, nichtsdestotrotz bleibt festzustellen, die Hits, die Sting bis zum Jahr 1994 in seiner Solo-Karriere verzeichnete, diese sind alle auf „Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ enthalten.

Auch wenn Sting vielleicht nicht der beste Songschreiber aller Zeiten ist, wie er mal selbst von sich behauptete, so hat er doch einige wirklich sehr schöne Titel geschrieben. Darunter auch solch Ohrwürmer wie „If You Love Somebody Set Them Free“, „Englishman In New York“ oder „Russians“. Hier macht es durchaus Spaß zuzuhören, viele der Lieder des in Wallsend, Northumberland geborenen Musikers bleiben länger im Ohr und besitzen diesen Wiedererkennungswert, der so manches Lied zu etwas Besonderem, werden lässt. Die Musik des Sting ist eher Pop denn Rock, bei dem die Harmonie zumeist an allererster Stelle steht. Sting hat das Gespür für die Melodie und schafft es auch Musik zu erschaffen, die sich niemals ähnelt. Allerdings kann nicht alles von Sting auf diesem Album überzeugen. Einige Lieder auf „Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ klingen, auch wenn sie sogar Single-Auskopplungen waren, eher nach Füllmaterial, als nach „Hit“. 

Fazit: Mit „Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ bekommt man einen guten Überblick über das Solo-Werk des Sting auf seinen ersten vier Platten. Seine Hits der damaligen Zeit sind alle auf diesem Album enthalten. Dazu gibt es zwei neue Nummern, nicht sehr interessant und wohl nur dazu gedacht, noch zusätzliche Käufer zum Erwerb zu animieren. Das ändert allerdings nichts am Gesamteindruck, den die Plate hinterlässt und der ist überwiegend gut. „Fields Of Gold (The Best Of 1984 - 1994)“ macht an einigen Stellen durchaus Spaß. Neun Punkte.

Anspieltipps: If You Love Somebody Set Them Free, Englishman In New York, Mad About You, Russians



Donnerstag, 7. Dezember 2017

Kylie Minogue – Fever




Kylie Minogue – Fever


Besetzung:

Kylie Minogue – lead vocals, background vocals


Gastmusiker:

Steve Anderson – keyboards, programming
Rob Davis – drum programming, electric guitar, keyboards
Cathy Dennis – keyboards, background vocals
Bruce Elliot Smith – programming
Greg Fitzgerald – guitar, keyboards, programming
Julian Gallagher – rhodes piano, keyboards
Billie Godfrey – background vocals
Martin Harrington – guitar, keyboards, programming
Ash Howes – keyboards, programming
Anders Kallmark – programming
Phil Larsen – programming
Steve Lewinson – bass
Richard "Biff" Stannard – guitar, background vocals
Alvin Sweeney – programming
John Thirkell – flute, trumpet
Gavyn Wright – lead strings


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Dance Pop


Trackliste:

1. More More More (4:41)
2. Love At First Sight (3:59)
3. Can't Get You Out Of My Head (3:51)
4. Fever (3:31)
5. Give It To Me (2:50)
6. Fragile (3:46)
7. Come Into My World (4:31)
8. In Your Eyes (3:20)
9. Dancefloor (3:25)
10. Love Affair (3:49)
11. Your Love (3:49)
12. Burning Up (3:59)

Gesamtspieldauer: 45:38



„Fever“ nannte die Australierin Kylie Minogue ihr achtes Studioalbum. Veröffentlicht wurde „Fever“ am 1. Oktober 2001 auf dem Plattenlabel Parlophone. Diese Platte ist ein Dance-Pop-Album geworden, das sehr synthetisch klingt und durchaus auch Attribute des Synthie Pop aufweist. Diskotheken- und Club Musik zum Tanzen gibt es auf der Scheibe vom ersten bis zum letzten Takt zu hören.

Zumeist sind die einzelnen Lieder dabei nicht besonders eingängig, es geht um den Beat, der immer auf den Punkt aus dem Synthesizer kommt und geradezu gnadenlos auf die Hörerin und den Hörer einhämmert. Ohne zu viel Melodie gibt es auf diesem Album auch wenig, was wirklich hängenbleibt. Dazu gesellt sich die ziemlich piepsig klingende Stimme der Kylie Minogue und fertig ist ein Album, welches durchaus auch von den Schlümpfen stammen könnte, wenn diese einen Synthesizer ausprobieren und vorher magische Pilze genossen haben. Das klingt alles sehr, sehr gewöhnungsbedürftig nach Plastik, rhythmisch und gleichzeitig monoton und ziemlich langweilig.

Da mich auf dieser Scheibe nichts überzeugt, ist es für mich auch entsprechend schwierig, Höhepunkte herauszuhören. Dieses dumpfe und eintönige Gestampfe mag vielleicht auf Tanzflächen klingen, ist ansonsten allerdings sehr schwere Kost. Eine Melodie kann man immerhin noch bei dem Lied „Can't Get You Out Of My Head“ und dem Titelstück „Fever“ erkennen. Deshalb seien diese beiden Nummern an dieser Stelle auch erwähnt. Ein Qualitätsmerkmal ist dies allerdings sicherlich nicht.

Fazit: Dance und Synthie Pop hört man auf „Fever“, dem achten Studioalbum der australischen Sängerin Kylie Minogue. Ein dumpfer und monotoner Beat wird aufgenommen – zu Beginn des Albums – und bis zum letzten Takt der Scheibe durchgezogen. Die Melodie der Lieder spielt nur eine untergeordnete Rolle, man hört einen absolut synthetischen Sound, nichts klingt echt auf „Fever“, noch nicht einmal die Stimme der Kylie Minogue. Drei Punkte.

Anspieltipps: Can't Get You Out Of My Head, Can't Get You Out Of My Head, Fever



Mittwoch, 6. Dezember 2017

Elton John – Love Songs




Elton John – Love Songs


Besetzung:

Elton John – vocals, piano


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: MCA Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Pop


Trackliste:

1. Can You Feel The Love Tonight (4:02)
2. The One (5:55)
3. Sacrifice (5:09)
4. Daniel (3:55)
5. Someone Saved My Life Tonight (6:47)
6. Your Song (4:03)
7. Don't Let The Sun Go Down On Me (5:50)
8. Believe (4:44)
9. Blue Eyes (3:29)
10. Sorry Seems To Be The Hardest Word (3:50)
11. Blessed (5:03)
12. Candle In The Wind (4:02)
13. You Can Make History (Young Again) (4:56)
14. No Valentines (4:11)
15. Circle Of Life (4:50)

Gesamtspieldauer: 1:10:51



Es gibt eine schier endlose Anzahl von Kompilationsalben des Elton John. „Love Songs“ aus dem Jahr 1995 hat als Aufhänger die Liebeslieder des Elton John gewählt. Die Platte ist eine weitere, die sich in der Diskographie des Engländers sehr gut verkaufte. Die Atmosphäre auf „Love Songs“ ist, genau wie der textliche Gehalt der Lieder, natürlich sehr eindimensional gehalten. Veröffentlicht wurde diese Zusammenstellung am 6. November 1995 auf dem Plattenlabel MCA Records. Die Platte erschien in verschiedenen Versionen, auf dieser hier hört man Elton John beim Titel „Don‘t Let The Sun Go Down On Me“ in einem Live-Duett mit George Michael.

Wenn die Musik im Pop-Bereich lediglich dieses Thema der Liebe behandelt, dann bleibt es häufig gar nicht aus, dass sie auch etwas weicher und manchmal auch etwas schleimiger klingt. Bei den fünfzehn Titeln auf „Love Songs“ trifft das zum allergrößten Teil zu. Sanfte Titel, allesamt melodiös und eingängig, immer harmonisch und das Ohr umschmeichelnd. Dies kann bis zur Nerverei auf die Spitze getrieben werden, passiert auch auf „Love Songs“. So mancher Titel ist da kaum auszuhalten, so unfassbar weich, süßlich, stark überzuckert klingt es dann, dass man sich einfach nach harten Gitarren sehnt.

Selbstverständlich gehen allerdings viele der Lieder eben auch angenehm ins Ohr, bleiben dort zudem hängen. Nur diese geballte Ladung ist irgendwie schwer zu verkraften. Lieder wie „Your Song“, „Believe“ oder auch das berühmte „Candle In The Wind“, welches Elton John zum Tode von Prinzessin Diana nochmals umtextete, besitzen durchaus eine ganz spezielle Atmosphäre, die auch wirkt. Dies allerdings neben anderen Titeln, die nur noch süßlich klingen und leider deutlich weniger begeistern können. Im Gesamtkonvolut dieser Zusammenstellung wirken allerdings alle Lieder irgendwann etwas „komisch“.

Fazit: Eine Zusammenstellung der etwas anderen Art hat Elton John mit „Love Songs“ gewählt. Auf diesem Kompilationsalbum hört man, wie der Name bereits verrät, eine Auswahl seiner Liebeslieder. Die Atmosphäre auf „Love Songs“ ist eine warme, weiche und süße, die hier ganz geballt auf die Hörerin und den Hörer niederprasselt. Durchaus schöne Stücke sind auf diesem Kompilationsalbum enthalten, jedoch auch quälende Nummern, die ultrasüß klingen. Wohl nur etwas für ganz intensive Elton John Fans, die die Einzelplatten nicht besitzen oder aber für Träumer, die sich ab und an gerne in ihre eigene Welt zurückziehen und vom Alltag mit dieser Musik abschalten können. Genau das schaffe ich auch mit Musik, allerdings nicht mit dieser auf „Love Songs“. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Your Song, Believe, Candle In The Wind



Dienstag, 5. Dezember 2017

PJ Harvey – To Bring You My Love




PJ Harvey – To Bring You My Love


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, organ, guitar (1, 4, 5, 8), piano (5, 6), vibraphone (1), marimba (9), bells (5), chimes (5), percussion (9)


Gastmusiker:

John Parish – guitar (1, 2, 6, 9, 10), organ (6), drums (4-8, 10), percussion (1-4, 6, 7, 9, 10)
Joe Gore – guitar (2-4, 6, 7), e-bow (1)
Mick Harvey – bass (6), organ (9)
Jean-Marc Butty – drums (2), percussion (9)
Joe Dilworth – drums (3)
Pete Thomas – string arrangements
Sonia Slany – violin (4, 7, 9)
Jocelyn Pook – viola (4, 7, 9)
Jules Singleton – viola (4, 7, 9)
Sian Bell – cello (4, 7, 9)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. To Bring You My Love (5:33)
2. Meet Ze Monsta (3:29)
3. Working For The Man (4:49)
4. C'mon Billy (2:50)
5. Teclo (4:58)
6. Long Snake Moan (5:15)
7. Down By The Water (3:14)
8. I Think I'm A Mother (4:02)
9. Send His Love To Me (4:20)
10. The Dancer (4:05)

Gesamtspieldauer: 42:41



Sehr viel eingängiger und melodiöser, als noch die Vorgängerplatte „Rid Of Me“, klingt das dritte Studioalbum der englischen Musikerin PJ Harvey mit dem Namen „To Bring You My Love“. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 27. Februar 1995 auf dem Plattenlabel Island Records. Nachdem PJ Harvey sich von ihren vorherigen Begleitmusikern gelöst hatte, die mit ihr die ersten beiden Platten aufgenommen hatten, scheint Polly Jean Harvey nun sehr viel mehr Wert auf die Harmonie in ihrer Musik zu legen, die deutlich besser ins Ohr geht, als auf der Vorgängerplatte. Für alle zehn Lieder des Albums „To Bring You My Love“ hat PJ Harvey die Musik wie die Texte geschrieben.

Die einzelnen Lieder decken eine weite Spannbereite der Rock Musik ab, reichen von härteren Tönen zu den sanfteren und zurück. Vieles davon geht sehr gut ins Ohr, klingt dabei spannend und auch anders, als andere Alternative Rock Veröffentlichungen anderer Bands. Der Punk-Anteil in der Musik der PJ Harvey wurde deutlich heruntergefahren, kleine experimentellere Ausflüge gibt es allerdings noch zu hören. Die Musik biedert sich dabei keineswegs an, möchte fast schon „erarbeitet“ werden. Von daher wundert und überrascht es kaum, dass „To Bring You My Love“ nicht unbedingt gleich beim ersten Mal des Hörens vollends überzeugt. Doch die Scheibe wächst mit den Durchläufen, von daher lohnt es sich, dieser Musik mehr Zeit einzuräumen.

Gerade in der Mitte des Albums befinden sich mit „C'mon Billy“, „Teclo“ und „Long Snake Moan“ einige wirklich sehr gelungene Nummern. „C'mon Billy“ ist dabei die zweite Singleauskopplung des Albums (neben „Down By The Water“ und „Send His Love To Me“). Das Video zum Lied wurde von VH-1 nicht ausgestrahlt, da es ihrer Meinung nach zu gruselig und abstoßend sei. Der Text handelt von einer Frau, die „Billy“ anbettelt nach Hause zu kommen, um seinen Sohn zu treffen. Auch der letzte Titel, „The Dancer“, geht sehr schön ins Ohr und stellt einen weiteren Höhepunkt der Platte dar.

Fazit: Zehn Alternative Rock Lieder mit einem leicht experimentellen Ansatz präsentiert PJ Harvey ihren Hörerinnen und Hörern auf „To Bring You My Love“. Die Musik geht nicht immer, jedoch häufig ins Ohr, ist dabei spannend und abwechslungsreich. Die Bandbreite der Titel reicht von softer bis rockig, Punk-Klänge gibt es so gut wie nicht mehr zu hören. PJ Harvey klingt anders, als andere. Neun Punkte.

Anspieltipps: C'mon Billy, Teclo, Long Snake Moan, The Dancer



Montag, 4. Dezember 2017

Lionel Richie – Back To Front




Lionel Richie – Back To Front


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Motown Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soul, R&B, Pop


Trackliste:

1. Do It To Me (6:04)
2. My Destiny (4:49)
3. Love, Oh Love (5:48)
4. All Night Long (4:19)
5. Easy (4:17)
6. Still (3:46)
7. Endless Love (4:28)
8. Running With The Night (4:09)
9. Dancing On The Ceiling (4:22)
10. Sail On (4:00)
11. Hello (4:09)
12. Truly (3:21)
13. Penny Lover (3:46)
14. Stuck On You (3:10)
15. Say You, Say Me (4:02)
16. Three Times A Lady (3:37)

Gesamtspieldauer: 1:08:15



„Back To Front“ heißt das erste Kompilationsalbum des US-amerikanischen Musikers Lionel Richie. Es erschien auf dem Plattenlabel Motown Records am 5. Mai des Jahres 1992. „Back To Front“ ist ein Album, welches die Höhepunkte aus der Kariere des Lionel Richie bis zu diesem Zeitpunkt wiedergibt. Es sind Lieder aus seinem Solo-Schaffen, wie aus seiner Zeit bei den Commodores enthalten. Dazu gibt es noch drei neue Titel, diese befinden sich alle am Anfang des Albums, es sind die ersten drei Stücke.

Die Lieder „Easy“, „Still“, „Sail On“ sowie „Three Times A Lady“ stammen aus seiner Zeit bei den Commodores, die restlichen Nummern entspringen den Solo-Werken des Lionel Brockman Richie Jr., wie er mit vollem Namen heißt. Insgesamt sechszehn Lieder gibt es auf „Back To Front“ zu hören, die allesamt im Bereich zwischen Soul, R&B sowie Pop angesiedelt sind. Mal schlägt das musikalische Genre mehr in diese, mal in jene Richtung aus. Niemals klingt die Musik des Lionel Richie rockig, dagegen immer irgendwie relaxt, unaufgeregt und sehr entspannt.

Die Höhepunkte des Albums sind gleichzeitig die größten Hits des Lionel Richie und der Commodores. Das wären die Nummern „All Night Long“, „Easy“, „Running With The Night“, „Dancing On The Ceiling“, „Hello“ sowie „Say You, Say Me“. Alles sechs Lieder, die ins Ohr gehen und auch, wenn man sich der Musik immer eher von der rockigeren Seite nähert, einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Wird das Ganze zu soulig, wie beim schmachtenden „Still“ oder dem Duett mit Diana Ross, „Endless Love“, dann wird es allerdings sehr schwierig und man muss sich zwingen, die Fernbedienung nicht zur Hand zu nehmen, um diese Lieder zu überspringen.

Fazit: Auf dem Kompilationsalbum „Back To Front“ von Lionel Richie gibt es einige bekannte Lieder zu entdecken. Ein reines „Best Of…“-Album ist es allerdings nicht, da am Beginn der Scheibe drei neue Lieder zu hören sind. Ansonsten erklingen auf dem Album die wichtigsten Hits des Lionel Richie aus seinen Solo-Werken und seiner Zeit bei den Commodores, bis eben zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Albums. Für Lionel Richie Fans sicherlich ein Ärgernis, wenn man die anderen Alben schon besitzt und für drei neue Lieder ein weiteres ganzes Album kaufen soll. Allen anderen wird hier ein ganz guter Überblick über die Musik des Lionel Richie geboten. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Running With The Night, Dancing On The Ceiling, Hello



Sonntag, 3. Dezember 2017

Cher – Believe




Cher – Believe


Besetzung:

Cher – vocals


Gastmusiker:

Tracy Ackerman – background vocals
Chris Anderson – piano
Paul Barry – background vocals
Jeffrey Bernstein – programming
Winston Blissett – bass
Johan Brunkvist – keyboards
Ada Dyer – background vocals
Marlon Graves – guitar
Matthias Heilbronn – programming
Sylvia Mason-James – background vocals
Eddie Martinez – guitar
Adam Phillips – guitar
Antoinette Roberson – background vocals
Tom Salta – keyboards, programming
Robin Smith – string arrangements
Hamish Stewart – background vocals
Jeff Taylor – laughs
Mark Taylor – guitar, keyboards, programming, string arrangements
Audrey Wheeler – background vocals
James Williams – background vocals


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Dance Pop


Trackliste:

1.Believe (4:00)
2.The Power (3:56)
3.Runaway (4:46)
4.All Or Nothing (3:58)
5.Strong Enough (3:44)
6.Dov’ È L’Amore (4:18)
7.Takin’ Back My Heart (4:32)
8.Taxi Taxi (5:04)
9.Love Is The Groove (4:31)
10. We All Sleep Alone (5:10)

Gesamtspieldauer: 44:03



„Believe“ heißt das zweiundzwanzigste Studioalbum der US-Amerikanerin Cher. Veröffentlicht wurde die Platte am 22. Oktober im Jahr 1998 und erschien dabei auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records. Nachdem sich das vorherige Album mit dem Titel „It’s A Man’s World” im Jahr 1995 nur sehr mäßig verkauft hatte, wollte und sollte Cher wieder neue musikalische Wege einschlagen. Das Ergebnis ist das Album „Believe”, auf dem man hauptsächlich Dance Pop hört. Gewidmet ist die Platte ihrem Ex-Ehemann Sonny Bono, der am 5. Januar 1998 bei einem Skiunfall ums Leben kam.

Liest man sich das Booklet aufmerksam durch, so stellt man vielleicht fest, dass auf „Believe“ kein Schlagzeug zu hören ist, dafür jedoch jede Menge programmiert wurde. Darunter leidet die Musik ein wenig, die allzu oft, aufgrund dieser Synthesizer-Drums, sehr synthetisch klingt. Neben Dance Pop hört man auch einige Latin-Klänge auf „Believe“. Neben einigen eingängigen Stücken, die etwas durch den Sound abgewertet werden, finden sich auf „Believe“ allerdings auch sehr viele Lieder, die entweder völlig uninteressant klingen oder sogar etwas nerven. Auch dieser permanente Beat, der das Dance-Flair heraufbeschwört, klingt mit der Zeit ziemlich ermüdend und immer gewöhnungsbedürftiger.

Die Höhepunkte der Platte sind gleichzeitig auch die bekannten Lieder des Albums. Da ist zum einen das Titellied „Believe“, sowie die Nummern „The Power“ und „Strong Enough“. Alles Lieder, die durchaus ins Ohr gehen und ohne diese „Dance-Attitude“ noch sehr viel besser klingen würden. „Taxi Taxi“ geht ebenfalls ins Ohr, wie auch weitere Stücke auf „Believe“ durchaus eingängig klingen. Allerdings ist eben alles mit diesem „Bum-Tsching-Bum-Tsching-Bum-Tsching“ versehen. Das wiederum brachte zumindest sehr viel Erfolg für die Scheibe, da alles tanzbar ist und die Musik durch Radiosender und entsprechende Lokalitäten schnell Verbreitung fand. Jedoch genau wegen dieser Einseitigkeit im Rhythmus, der bis zur Penetranz reicht, werden viele Hörerinnen und Hörer eben auch abgeschreckt sein.

Fazit: Ein Album an gefüllt mit Dance Pop ist „Believe“ geworden. Das mag für so manchen Club und für Discotheken passen, in den eigenen vier Wänden wirkt das alles allerdings nicht mehr ganz so schön. Trotz mancher schöner Melodien hört sich „Believe“ gekünstelt bis synthetisch an. Dadurch wird das Album zu einer Scheibe, die man Zuhause wohl nur selten auflegen wird. Vier Punkte.

Anspieltipps: Believe, The Power, Strong Enough, Taxi Taxi