Freitag, 28. Juli 2017

Spear Of Destiny – The Price You Pay




Spear Of Destiny – The Price You Pay


Besetzung:

Kirk Brandon – guitar and vocals
Pete barnacle – drums
Volker Janssen – keyboards
Chris Bostock – basses


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Rock


Trackliste:

1. So In Love With You (4:22)
2. Tinseltown (5:18)
3. The Price (5:11)
4. I Remember (5:50)
5. Dreamtime (4:06)
6. Radio Radio (3:09)
7. If The Guns (4:10)
8. View From A Tree (3:40)
9. Junkman (5:10)

Gesamtspieldauer: 40:56




„The Price You Pay” heißt das fünfte Studioalbum der englischen Rockband Spear Of Destiny. Es erschien im Oktober des Jahres 1988 auf dem Plattenlabel Virgin Records und wieder zeichnete sich, wie zu allermeist bei Spear Of Destiny, Sänger und Gitarrist Kirk Brandon für die Texte, wie für die Musik verantwortlich.

Spear Of Destiny sind immer noch aktiv und veröffentlichten ihr erstes Studioalbum im Jahr 1983, ihr bislang letztes in 2014. Besonders bekannt ist die Band allerdings nicht geworden, konnte sich jedoch ab und an mit ihren Platten in den britischen Charts platzieren. Auch „The Price You Pay” schaffte es in die UK Charts und kletterte dort bis Platz 37. Es war das letzte Mal, dass dies einem Album von Spear Of Destiny gelang.

Auf dieser Scheibe hört man Rock-Musik, die im Mainstream dieses musikalischen Genres angesiedelt ist. Das klingt alles zumeist weder besonders spannend noch innovativ, ist allerdings handwerklich gut gemacht. Somit schafft es Spear Of Destiny auf „The Price You Pay” nur sehr selten zu begeistern, zu gewöhnlich klingt alles, was es zu hören gibt. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass Kirk Brandon nicht gerade der begnadetste Sänger ist. Vor allen Dingen in den lauteren Passagen, in denen man einen Rock-Sänger erwartet, klingt die Stimme des Kirk Brandon reichlich dünn.

Viel herauszuheben gibt es nicht auf „The Price You Pay”. Die erste Plattenseite läuft einfach nur durch, ohne ein Aufhorchen zu erzwingen. Mainstream eben, der nicht weiter auffällt. Auf der zweiten LP-Seite können dann doch zwei Titel durch ihre Eingängigkeit etwas mehr überzeugen. Dies sind die Nummern „If The Guns” sowie „View From A Tree”. Vor allen Dingen das erstgenannte Lied ist eine ruhige Nummer, zu der auch die Stimme Kirk Brandons gut passt. Beide Lieder verfügen dabei über eine schöne und einprägsame Melodie, die die Musik von Spear Of Destiny deutlich interessanter werden lässt.

Fazit: „The Price You Pay” von Spear Of Destiny ist wahrlich kein schlechtes Album geworden – allerdings auch keines, welches die Hörerin beziehungsweise den Hörer mitreißt. Zu angepasst und durchschnittlich klingen die allermeisten Titel des Albums. Richtige Ausfälle gibt es zwar keine zu beklagen, jedoch auch nur wenige Höhepunkte. Einfach eine sehr durchschnittliche Rock-Platte eben. Acht Punkte.

Anspieltipps: If The Guns, View From A Tree, Junkman



Donnerstag, 27. Juli 2017

Various Artists – The Summer Album




Various Artists – The Summer Album


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Pop


Trackliste:

Seite 1:

1. The Young Rascals – Groovin’
2. The Isley Brothers – Summer Breeze
3. The Beach Boys – Do It Again
4. Bill Withers – Lovely Day
5. 10CC – Dreadlock Holiday
6. Astrud Gilberto – The Girl From Ipanema
7. Bobby Goldsboro – Summer (The First Time)

Seite 2:

8. Cliff Richard – Summer Holiday
9. The Beach Boys – California Girls
10. Eddie Cochran – Summertime Blues
11. The Kinks – Sunny Afternoon
12. The Drifters – Under The Boardwalk
13. Mamas And Papas – California Dreamin’
14. Scott McKenzie – San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)
15. The Beatles – All You Need Is Love

Seite 3:

16. Level 42 – The Sun Goes Down (Living It Up)
17. Katrina And The Waves – Walking On Sunshine
18. KC & The Sunshine Band – Give It Up
19. Haircut 100 – Fantastic Day
20. Elton John – Island Girl
21. Martha And The Muffins – Echo Beach
22. Barracudas – Summer Fun

Seite 4:

23. The Beatles – Here Comes The Sun
24. Cliff Richard – The Day I Met Marie
25. Mungo Jerry – In The Summertime
26. The Small Faces – Lazy Sunday
27. The Lovin’ Spoonful – Summer In The City
28. The Lovin’ Spoonful – Daydream
29. The Monkees – Daydream Believer
30. Jerry Keller – Here Comes Summer

Gesamtspieldauer: ~90:00




Nicht immer hat die Zusammenstellung der Lieder auf „The Summer Album“ unbedingt etwas mit dem Sommer zu tun. Auch die Sonne genügt oder gar die gute Laune, um auf diesem Kompilationsalbum aufgenommen zu werden. Dieses erschien im Jahr 1986 in Form eines Doppelalbums auf dem Label Virgin Records. Was die darauf enthaltenen Lieder allerdings alle gemein haben, das ist eine absolut fröhliche Grundstimmung. Und selbst wenn ein Lied mal mit etwas Schwermut beginnt, wie zum Beispiel bei der Cliff Richard Nummer „The Day I Met Marie“, so reißen doch irgendwann alle Wolken wieder auf und die Sonne schickt ihr warmes und helles Licht auf die Erde und verbreitet doch wieder Fröhlichkeit.

Einige schöne Titel sind auf diesem Kompilationsalbum enthalten, welche hier allerdings die Höhepunkte sind, das liegt natürlich wieder ganz am Geschmack und im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Das Schöne dabei ist der Umstand, dass man jede der vier Seiten getrost auflegen kann, da sich weder Füllmaterial noch allzu schlechte Titel darauf befinden. Die Lieder sind zum großen Teil gut oder sogar sehr gut bekannt und machen Spaß beim konzentrierten Zuhören, wie auch als Hintergrundmusik. Freilich haben viele der Nummern schon reichlich Staub angesetzt und wir bewegen uns zum Teil definitiv im Bereich der Oldies, jedoch sind viele der Lieder zeitlos und können immer gehört werden – selbst im Winter.

Fazit: Eine schöne Zusammenstellung lockerer und leicht beschwingter Lieder, die allesamt Fröhlichkeit ausstrahlen, ist das „Summer Album“ geworden. Die Titel sind zum größten Teil bekannt und waren mehr oder weniger große Hits. Dabei haben die meisten Nummern etwas, sind nicht seicht und unterhalten. Es gibt definitiv schlechtere Kompilationsalben zu diesem Thema. Seltsam ist irgendwie nur, dass auch die Beatles hier mit zwei Titeln vertreten sind. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Isley Brothers – Summer Breeze, 10CC – Dreadlock Holiday, Scott McKenzie – San Francisco, Katrina And The Waves – Walking On Sunshine, The Small Faces – Lazy Sunday, The Lovin’ Spoonful – Summer In The City



Mittwoch, 26. Juli 2017

Melanie – Golden Hour Of Melanie




Melanie – Golden Hour Of Melanie


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Pye Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Folk


Trackliste:

1. What Have They Done To My Song Ma
2. Brand New Key
3. Ruby Tuesday
4. Alexander Beetle
5. Nickel Song
6. Carolina In My Mind
7. Leftover Wine
8. I Really Loved Harold
9. (Lay Down) Candles In The Rain
10. I'm Back In Town
11. Mr. Tambourine Man
12. Lovin' Baby Girl
13. Psychotherapy
14. The Good Guys
15. Beautiful People
15. Babe Rainbow

Gesamtspieldauer: ~ 60:00



Melanie Safka, die den meisten wohl nur unter ihrem Vornamen Melanie bekannt sein dürfte, war ein Star der US-amerikanischen Folk-Szene Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Ihre Bekanntheit erlangte sie unter anderem aufgrund ihres Auftrittes am 15. August 1969 auf dem Woodstock Festival. Dabei wurde ihr erstes Studioalbum erst kurz zuvor im Jahr 1968 veröffentlicht. Sie ist auch heute, mit 70 Jahren noch aktiv. Ihre bisher letzte Studioplatte erschien im Jahr 2010 und ihre letzte Veröffentlichung ist bisher ein 2015er Live-Album mit dem Titel „1984“.

„Golden Hour Of Melanie“ erschien im Jahr 1977 und ist ein Kompilationsalbum, welches die Musik der Melanie in den Anfangszeiten ihrer Karriere beinhaltet. Man hört hier Folk und Folk Rock. Mal sanft und zurückhaltend instrumentiert, ein anderes Mal fast schon pathetisch und mit einem ganzen Orchester eingespielt. Allen diesen Titeln gemein ist, dass sie sehr melodiös gehalten sind und die mitunter fast schon zerbrechlich klingende Stimme der US-Amerikanerin mit ukrainischen Wurzeln immer sehr im Vordergrund steht.

Beim Hören der Scheibe „Golden Hour Of Melanie“ taucht man ein in die Zeit Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Jeder Akkord, jeder Takt klingt danach. Gelungen sind dabei sowohl die Cover-Versionen, wie auch die Eigenkompositionen von Melanie. Die absoluten Höhepunkte befinden sich gleich auf der ersten Seite der LP zu deren Beginn. „What Have They Done To My Song Ma“ ist eine sehr schöne Nummer, die gleichzeitig das Lebensgefühl der damaligen Zeit perfekt transportiert. Und schließlich erklingt hier an dritter Stelle das Lied „Ruby Tuesday“. Und es wirkt fast so, als ob Keith Richards und Mick Jagger diese Nummer nicht für die Rolling Stones, sondern eben für Melanie geschrieben hätten. Die Version der Melanie ist um ein Vielfaches intensiver, als die der Stones und wirkt packend und mitreißend. Ihr fast schon flehender Gesang klingt dabei absolut ergreifend. Manche Lieder erreichen ihren Höhepunkt wahrlich erst, wenn sie interpretiert werden – in diesem Falle ist das auf jeden Fall so.

Fazit: Eine schöne Sammlung gelungener Folk-Titel gibt es auf dem Kompilationsalbum „Golden Hour Of Melanie“ zu hören. Man kann damit bestens musikalisch in die damalige Zeit eintauchen. Die Stimme der Melanie wirkt sehr zerbrechlich, häufig scheint sie sich am Rande des Weinens zu bewegen. Die Musik ist allgemein weich und zart und eingängig. Kann man sicherlich nicht immer hören, doch manches Mal passt es. Acht Punkte.

Anspieltipps: What Have They Done To My Song Ma, Ruby Tuesday, Lovin' Baby Girl



Dienstag, 25. Juli 2017

The Who – Who’s Last




The Who – Who’s Last


Besetzung:

Roger Daltrey – vocals, harmonica
John Entwistle – bass guitar, vocals
Kenney Jones – drums
Pete Townshend – lead guitar, vocals


Gastmusiker:

Jim Gorman – keyboards


Label: MCA Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Rock


Trackliste:

Seite 1:

1. My Generation (3:23)
2. I Can't Explain (2:35)
3. Substitute (2:57)
4. Behind Blue Eyes (3:40)
5. Baba O'Riley (5:37)

Seite 2:

1. Boris The Spider (2:41)
2. Who Are You (6:35)
3. Pinball Wizard (2:52)
4. See Me Feel Me/Listening To You (4:41)

Seite 3:

1. Love Reign O'er Me (5:13)
2. Long Live Rock (3:34)
3. Reprise (1:38)
4. Won't Get Fooled Again (11:21)

Seite 4:

1. Doctor Jimmy (4:56)
2. Magic Bus (6:54)
3. Summertime Blues (3:07)
4. Twist And Shout (3:59)

Gesamtspieldauer: 78:13



„Who‘s Last“ ist nach „Live At Leeds“ das zweite Live-Album der englischen Rock Band The Who. Aufgenommen wurde es im Jahr 1982 während ihrer sogenannten „Farewell Tour“. Veröffentlicht wurde das Album schließlich auf MCA Records im Herbst des Jahres 1984. Der Titel erschließt sich daraus, dass diese Platte definitiv die letzte der Band sein sollte. Nun, dies war dann glücklicherweise jedoch doch nicht der Fall – es sollte viel später sogar noch ein Studio-Album veröffentlicht werden.

Die meisten Live-Aufnahmen stammen vom Auftritt der Band am 14. Dezember 1982 im Richfield Coliseum in Cleveland, Ohio, welches auch ihr letztes Konzert in den USA sein sollte, wie Pete Townshend nach dem Titel „Won't Get Fooled Again“ verkündet. Lediglich vier Nummern stammen von anderen Konzerten. „Behind Blue Eyes“ wurde dem Konzert am 10. Oktober in der Brendan Byrne Arena in East Rutherford entnommen. „Magic Bus“ und „Summertime Blues“ wurden am 20. Oktober im Kingdome in Seattle eingespielt und „Substitute“ stammt schließlich von der Show am 27. Oktober im Jack Murphy Stadium in San Diego.

Obwohl die Aufnahmen Ende 1982 entstanden und das Album erst 1984 veröffentlicht wurde, fehlen hier völlig Lieder der beiden vorherigen Studioalben „Faces Dances“ von 1981 und „It’s Hard“ aus dem Jahr 1982, die noch bei Polydor veröffentlicht worden waren. Lieder dieser Alben wurden zwar auf den Konzerten gespielt, jedoch nicht diesem, von MCA Records herausgegebenen Album hinzugefügt.

„Who’s Last“ ist bei Fans wie bei Kritikern einigermaßen umstritten, werden doch laufend Vergleiche zu ihrer ersten Live-Veröffentlichung „Live At Leeds“ gezogen, die vielen Hörerinnen du Hörern sehr viel authentischer und packender klingt. Nun, etwas unpersönlich wirkt „Who’s Last“ wirklich. Kaum Ansagen sind zu hören, die Lieder beginnen und enden meist in einheitlichem Jubel. Und ein klein wenig wirkt die Scheibe somit wie ein „Best Of…“-Album der Band – und zwar der Platten, die noch mit Keith Moon am Schlagzeug eingespielt worden waren, denn die letzten beiden Alben fehlen, wie bereits erwähnt. Auf „Who’s Last“ gibt es somit ausschließlich die „Hits“ der Band zu hören.

Allerdings kommt die Spielfreude von The Who hier sehr gut rüber, auch wenn viele Hörerinnen und Hörer das in diesem Fall anders sehen. Die einzelnen Titel klingen dynamisch, trotz des nicht immer ganz reinen Sounds der Aufnahmen. Zudem erhält man einen sehr guten Überblick über das Schaffen der Band in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, denn die einzelnen Lieder stellen gleichzeitig eine kleine Zeitreise durch die Geschichte von The Who dar. Am Ende der Platte stehen mit „Summertime Blues“ sowie „Twist & Shout“ zwei Cover-Versionen, die auf Konzerten schon sehr früh bei The Who mit eingebaut worden waren. Ob dies bei einem Album, welches ursprünglich als die allerletzte Veröffentlichung vorgesehen war, so geschickt war, dies sei allerdings mal dahingestellt.

Fazit: Mit „Who’s Last“ kann man gut eintauchen in die musikalische Welt von The Who. Bis auf die letzten beiden Alben werden hier alle Schaffensphasen der Band abgebildet. Die großen Hits der Band sind vertreten, der Sound ist jedoch nicht immer ganz auf der Höhe. Die Spielfreude der Musiker meine ich herauszuhören, ansonsten wirkt das Album bei den Übergängen allerdings etwas „kalt“, da Ansagen oder sonstige Kommunikation mit den Zuschauern weitestgehend fehlt. Trotzdem lohnend. Neun Punkte.

Anspieltipps: Won't Get Fooled Again



Montag, 24. Juli 2017

Sally Oldfield – In Concert




Sally Oldfield – In Concert


Besetzung:

Sally Oldfield – piano, acoustic guitar and glockenspiel


Gastmusiker:

Dave Roach – drums, vocals
Dave Gregory – tenor and alto sax, flute, oboe, piccolo, vibraphone, percussion and vocals
Danny Schogger – keyboards and synthesizers
Kevin Healy – electric and acoustic guitars, vocals
Sarah Franklyn – acoustic guitar, percussion, vocals
John G. Perry – bass, vocals
Ian Mosley – drums


Label: Bronze Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: New Age, Pop, Folk


Trackliste:

1. Weaver (3:38)
2. Nenya (3:38)
3. Morning Of My Life (5:31)
4. You Set My Gypsy Blood Free (3:41)
5. River Of My Childhood (3:57)
6. Woman Of The Night (5:29)
7. Song Of The Healer (3:53)
8. Mirrors (3:18)
9. Mandala (4:40)
10. The Sun In My Eyes (3:57)

Gesamtspieldauer: 41:42




Sally Oldfield heißt die ältere Schwester von Mike Oldfield und auch sie macht Musik, ist allerdings längst nicht so bekannt wie ihr Bruder. Unabhängig von ihren eigenen Kompositionen ist sie auch auf den Mike Oldfield Alben „Tubular Bells“, „Hergest Ridge“, „Ommadawn”, „Incantations“, „Tres Lunas“ und „Tubular Bells 2003“ mit ihrem Gesang zu hören. Ebenso sang sie das Stück „Shadow Of The Hierophant“ auf der Debut-Solo-Platte „Voyage Of The Acolyte“ des Ex-Genesis-Gitarristen Steve Hackett ein. Ab dem Jahr 1978 veröffentlichte sie dann selbst eigene Alben. „In Concert“ ist ihr einziges Solo-Album und dieses erschien im Jahr 1982 auf dem Plattenlabel Bronze Records.

Die Musik der Sally Oldfield umschreibt man am besten mit einer Mischung aus New Age, Pop und Folk. Immer sind die Lieder dabei sanft und ruhig und die Stimme der Sally Oldfield steht sehr im Vordergrund. Warm klingt sie, diese Stimme, oftmals im Alt angesiedelt, dabei sich nie aufdringlich anhörend. Sally Oldfields Lieder wirken manchmal etwas verträumt, ein anderes Mal swingen sie sogar ein wenig. Richtig überragend klingt das allerdings alles nicht. Dazu fehlen die wirklich überzeugenden Ideen, die mitreißenden Melodien und es mangelt den Liedern allgemein an Qualität, um sie aus dem Mittelmaß des Pop und des Folk herauszuheben. Viele der Stücke klingen zudem ein wenig zu süßlich, zu weich und ohne jegliche Ecken und Kanten, die ein Lied auch mal interessanter werden lassen.

Was bleibt von dieser Scheibe sind nur wenige Höhepunkte. Einer davon ist sicherlich das gänzlich ungewöhnlich „Mandala“, mit dem sich Sally Oldfield dann doch mal aus dem unteren Durchschnitt heraushebt. Ebenfalls ein weiches Lied, mit einer schönen Melodie ausgestattet, die sich bereits beim ersten Mal des Hörens festgesetzt hat. Der Opener „Weaver“ nimmt mit einem Synthesizer-Lauf zu Beginn starke Anleihen an Tubular Bells. „Song For The Healer“ klingt eingängig, ein wenig nach Folk und das melodiöse „Mirrors“ könnte mit seinem Anfang durchaus auch als Weihnachtslied durchgehen.

Fazit: Wenig kann auf diesem Live-Album, bei dem das Publikum lediglich am Ende eines jedes Liedes als Applausgeber zu hören ist, überzeugen. Vieles klingt einfach ein wenig zu seicht und weiß absolut nicht zu packen. Die Musik auf „In Concert“ ist sehr weiblich gehalten, was Tori Amos oder Kate Bush sehr viel besser und überzeugender zu transportieren verstehen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Weaver, Mandala



Sonntag, 23. Juli 2017

Manfred Mann – Collection




Manfred Mann – Collection


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981 (Musik von 1962 bis 1969)


Stil: 60ies Pop, Rock’n’Roll, Blues


Trackliste:

1. Do Wah Diddy Diddy (2:21)
2. Hi Lili, Hi Lo (2:38)
3. If You Gotta Go, Go Now (2:30)
4. The One In The Middle (2:37)
5. With God On Our Side (4:20)
6. Come Tomorrow (2:46)
7. Pretty Flamingo (2:33)
8. Oh No Not My Baby (2:30)
9. Sha-La-La (2:29)
10. Groovin‘ (3:41)
11. Stormy Monday Blues (3:38)
12. There’s No Living Without Your Loving (2:36)

Gesamtspieldauer: 34:39




Die Manfred Mann „Collection“, wie dieses im Jahr 1981 auf dem Plattenlabel EMI erschienene Album heißt, hat nichts mit der Manfred Mann‘s Earthband zu tun. Indirekt natürlich schon, denn dieser Manfred Mann ist in beiden Bands dieselbe Person. Nur musikalisch eben spielt die Musik beider Formationen in zwei unterschiedlichen Welten. Manfred Mann‘s Earthband, die ab 1972 Platten veröffentlichte, steht für Progressive Rock und später Pop. Manfred Mann stand in den 60er Jahren allerdings für 60ies Pop und klingt kein bisschen progressiv und völlig uninteressant.

Die, auf diesem Kompilationsalbum enthaltenen Stücke, wurden in den Jahren von 1962 bis 1969 eingespielt. Zu hören ist hier unfassbar langweiliger 60ies Pop, der noch nicht einmal von der Band selbst geschrieben wurde. Es handelt sich dabei um für Manfred Mann geschriebene Stücke oder aber um Cover-Versionen anderer Künstler. Höchstens Freundinnen und Freunde des 60ies Pop können hier vielleicht noch etwas für sich entdecken, für alle anderen ist diese Art des Pop bis Rock’n’Roll einfach nur unfassbar langweilig.

Allein schon solch Titel wie „Do Wah Diddy Diddy“, „Hi Lili, Hi Lo“ oder „Sha-La-la“ weisen schon darauf hin, in welchem Geiste diese Musik entstand. Heute klingt das alles eher unfreiwillig komisch, obwohl „Do Wah Diddy Diddy“ natürlich den allermeisten Musikinteressierten bekannt sein dürfte. Das wiederum sagt jedoch nichts über die Qualität der Musik aus. Diese ist heutzutage einfach überholt und wird nur noch die wenigsten Menschen locken können. Vielleicht wenn man Erinnerungen aus seiner Jugend damit verbindet. Die musikalischen Zeiten ändern sich jedoch, was man an dieser Scheibe unglaublich gut hören kann. Da hier auch noch Höhepunkte zusammengefügt wurden, mag man gar nicht wissen wollen, was sich sonst noch so für Töne auf einer Manfred Mann Scheibe tummelten. Über die unglaublich einfallslosen Texte brauche ich an dieser Stelle kaum mehr ein Wort zu verlieren, sie ergänzen die Musik perfekt in ihrer Belanglosigkeit.

Fazit: 60er Jahre Musik der ganz einfachen und inzwischen fast einfallslosen Art und Weise hört man auf diesem Kompilationsalbum mit dem Namen „Collection“. Die Musik ist langweilig und belanglos. Das war sie vielleicht nicht immer, aber um die fünfzig Jahre nach ihrem Entstehen, ist es nicht mehr ganz einfach hier zuzuhören. Es gibt viele Möglichkeiten seine Zeit zu verschwenden, eine davon ist dieser völlig überholten und langweiligen Oldie-Musik zu lauschen. Drei Punkte.

Anspieltipps: With God On Our Side



Samstag, 22. Juli 2017

Various Artists – Flower Power




Various Artists – Flower Power


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop, Folk


Trackliste:

Seite 1:

1. Scott McKenzie – San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)
2. The Mamas & The Papas – California Dreamin'
3. The Byrds – Mr. Tambourine Man
4. The Rascals – Groovin'
5. The Move – Flowers In The Rain
6. Lemon Pipers – Green Tambourine
7. The Lovin' Spoonful – Summer In The City
8. Santana – Samba Pa Ti
9. Sonny & Cher – I Got You Babe
10. The Marmalade – Reflections Of My Life


Seite 2:

11. The 5th Dimension – Aquarius / Let The Sunshine In (The Flesh Failures)
12. Melanie – Ruby Tuesday
13. DonovanAtlantis
14. Barry McGuire – Eve Of Destruction
15. The Mamas & The Papas – Monday Monday
16. Joe Cocker – With A Little Help From My Friends
17. Joan Baez – Blowin' In The Wind


Seite 3:

18. Jefferson Airplane – Somebody To Love
19. Eric Burdon – San Franciscan Nights
20. Cream – White Room
21. Vanilla Fudge – You Keep Me Hangin' On
22. Procol Harum – A Whiter Shade Of Pale
23. Canned Heat – On The Road Again
24. Jimi Hendrix – Purple Haze
25. Sly And The Family Stone – I Want To Take You Higher


Seite 4:

26. The Beach Boys – Good Vibrations
27. The Flowerpot Men – Let's Go To San Francisco
28. The Monkees – Daydream Believer
29. It's A Beautiful Day – White Bird
30. Mama Cass – Dream A Little Dream Of Me
31. The Byrds – Eight Miles High
32. Albert Hammond – It Never Rains In Southern California
33. Pete Seeger – Where Have All The Flowers Gone

Gesamtspieldauer: ~90:00




Möchte man eines der Lebensgefühle Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts tief einatmen, so hält das Doppelalbum „Flower Power“ alles, was das Herz begehrt, für einen bereit. Auf dem Album befinden sich 33 Originaltitel aus der damaligen Zeit, die nichts anderes machen, als diese damalige Atmosphäre zu transportierten. Wirklich so gut wie jedes Lied auf der Scheibe hat man schon einmal gehört und diese laufen auch heute immer noch im Radio, wenn dort ein wenig Nostalgie verbreitet werden soll.

Die Stücke stammen aus der Zeit von 1965 bis 1972, sind durchweg sehr melodische und eingängige Nummern, viele davon auch wahre Ohrwürmer. Selbstverständlich sind die meisten Nummern solche, die man heute unter der Rubrik „Oldies“ zusammenfasst und das hört man den Stücken auch an. Nach bald 50 Jahren dürfte dieser Umstand allerdings keinen wirklich überraschen. Das Schöne und Gelungene an diesem Kompilationsalbum ist dabei, dass hier auf Füllmaterial verzichtet wurde. Alle auf „Flower Power“ enthaltenen Stücke sind mehr oder weniger bekannt. Jede Hörerin und jeder Hörer wird hier einige Lieder entdecken können, die ihr oder ihm gefallen, denn diese Zusammenstellung hat einiges an immer wiederkehrenden Melodien zu bieten.

Fazit: Einen sehr schönen musikalischen Überblick über die Musik des „Summer Of Love“ und noch darüber hinaus bietet das Doppelalbum „Flower Power“. Viele bekannte Hits vor allen Dingen Ende der 60er Jahre sind hier enthalten. Wer also einmal musikalisch in die damalige Zeit eintauchen möchte, die oder dem wird mit diesem Kompilationsalbum eine sehr gute Möglichkeit dazu geliefert. Elf Punkte.

Anspieltipps: California Dreamin', Ruby Tuesday, San Franciscan Nights, On The Road Again



Freitag, 21. Juli 2017

Ian Dury & The Blockheads – Sex & Drugs & Rock & Roll




Ian Dury & The Blockheads – Sex & Drugs & Rock & Roll


Besetzung:

Ian Dury – vocals


Gastmusiker:

John Turnbull – guitar, back-up vocals
Davey Payne – saxes 
Norman Watt-Roy – bass
Charley Charles – drums
Mickey Gallagher – keyboards
Wilko Johnson – guitar, back-up vocals
Chaz Jankel – guitar


Label: Demon Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock, Funk, Disco


Trackliste:

1. Hit Me With Your Rhythm Stick (3:44)
2. I Want To Be Straight (3:20)
3. There Ain't Half Been Some Clever Bastards (3:05)
4. What A Waste! (3:31)
5. Common As Muck (4:00)
6. Reasons To Be Cheerful Pt.3 (5:00)
7. Sex And Drugs And Rock And Roll (3:05)
8. Supermans Big Sister (2:51)
9. Razzle In My Pocket (3:01)
10. You're More Than Fair (3:01)
11. Inbetweenies (5:20)
12. You'll See Glimpses (3:40)

Gesamtspieldauer: 43:38




Die Platte „Sex & Drugs & Rock & Roll“ von Ian Dury & The Blockheads ist ein Kompilationsalbum mit Hits und mehr oder weniger bekannteren Liedern des Ian Dury aus der Zeit zwischen 1977 bis 1980. Darauf zu hören gibt es eine sehr abwechslungsreiche Mischung verschiedenster musikalischer Stilrichtungen. Von Rock über Pop bis Reggae, Funk und Soul haben Ian Dury und seine Begleitband kein musikalisches Genre ausgelassen und all diese Stile wurde hier auf „Sex & Drugs & Rock & Roll“ zusammengeführt.

Musik, welche Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre entstand und bei der der Synthesizer nicht die zentrale Rolle einnimmt, ist keine Selbstverständlichkeit. Bei Ian Dury & The Blockheads ist dies aber der Fall. Hier hört man hauptsächlich „handgemachten“ Rock, der oftmals auch in den Nachbar-Genres wildert. Nicht schlecht gemacht, trotzdem kann einen bei solch einer Vielfalt natürlich nicht alles überzeugen. Was allen Stücken dabei allerdings gemein ist, das ist der Groove, den alle Lieder durchgängig transportieren. Man kommt gar nicht umhin, mit den Füßen mitzuwippen, auch wenn gerade nicht die eigene Lieblingsmusik läuft. Musik zum Tanzen.

Höhepunkte der Scheibe sind sicherlich das bekannteste Lied des Ian Dury und gleichzeitig auch Titelgeber für dieses Kompilationsalbum: „Sex & Drugs & Rock & Roll“. Das Lied, welches allerdings den meisten Erfolg verbuchen konnte und auch auf dieser Zusammenstellung einen Höhepunkt darstellt ist „Hit Me With Your Rhythm Stick“. Das Stück schaffte es 1978 sowohl in England wie in Australien auf Platz 1 der Charts und war nie auf einem offiziellen Studioalbum enthalten. Tolle Nummer, die sehr gut in die Beine geht. Und der Rest der Scheibe klingt ebenfalls – mal mehr mal etwas weniger überzeugend, jedoch immer nach durchdachter und grooviger Rock-Musik.

Fazit: Eine schöne Zusammenstellung der Musik von Ian Dury & The Blockheads ist „Sex & Drugs & Rock & Roll“ geworden. Man erhält einen sehr guten Überblick und Eindruck der Musik des Ian Dury Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Diese ist immer rhythmisch und tanzbar, geht zum größten Teil auch gut ins Ohr. Nichts Weltbewegendes zwar, doch das gibt es musikalisch gesehen sowieso nur ganz selten. Acht Punkte.

Anspieltipps: Sex & Drugs & Rock & Roll, Hit Me With Your Rhythm Stick



Donnerstag, 20. Juli 2017

Japan – Assemblage




Japan – Assemblage


Besetzung:

David Sylvian – vocals, synthesizers. piano, electric guitar
Mick Karn – bass guitar, oboe, saxophone, recorder
Steve Jansen – drums, synthesizer, percussion
Richard Barbieri – synthesizers, sequencer, piano
Rob Dean – guitar, ebow


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Pop


Trackliste:

1. Adolescent Sex (Re-Recorded Version) (4:15)
2. Stateline (B-Seite) (4:48)
3. Communist China (vom Album "Adolescent Sex") (2:43)
4. ...Rhodesia (vom Album "Adolescent Sex") (6:48)
5. Suburban Berlin (vom Album "Obscure Alternatives") (5:01)
6. Life In Tokyo (Single, Remix) (3:33)
7. European Son (B-Seite, Remix) (3:40)
8. All Tomorrow's Parties (Alternative Version vom Album "Quiet Life") (4:15)
9. Quiet Life (vom Album "Quiet Life") (4:53)
10. I Second That Emotion (Single) (3:46)

Gesamtspieldauer: 43:42



„Assemblage” ist ein Kompilationsalbum der englischen Band Japan. Veröffentlicht wurde es im Jahr 1981 auf dem Plattenlabel EMI. „Assemblage“ beinhaltet Aufnahmen aus den Jahren 1977 bis 1980. Ganze sechs Singles wurden in den Jahren von 1981 bis 1983 aus dem Album ausgekoppelt und veröffentlicht – welche allerdings nur im Vereinigten Königreich eingeschränkten Erfolg aufwiesen.

Zu hören ist auf „Assemblage“ dieser typische 80er Synthesizer-Sound, der sich musikalisch irgendwo zwischen New Wave und Synthi-Pop bewegt. Heutzutage klingt das alles mehr nach einem musikalischen Zeitdokument, denn nach interessanter Musik. Die Lieder auf „Assemblage“ gehen weder gut ins Ohr noch sind sie anderweitig besonders interessant. Auch waren diese Stücke von Japan keine Hits im eigentlichen Sinne. Für die Band Japan mag das vielleicht stimmen, dass es sich hierbei um deren erfolgreichste Nummern handelt. Weit vorne in den Charts konnten sich diese Lieder jedoch nicht platzieren – zumindest nicht in Deutschland. In England erreichte immerhin der Remix von „I Second That Emotion“ Platz 9 der Charts.

Somit gibt es heutzutage kaum noch einen Grund „Assemblage“ aufzulegen. Noch nicht einmal eine 80ies Party kann hier weiterhelfen, da die Lieder zum einen zu unbekannt und des Weiteren auch nicht besonders gut tanzbar sind. Vielmehr langweilt der synthetische Sound der ganzen Platte ziemlich schnell. Dieser setzt sich sofort fest und nervt schon bald, wohingegen die einzelnen Nummern eher zum einen Ohr hinein, zum anderen wieder herauswandern.

Fazit: „Assemblage“ ist ein typisches Album im Sound der 80er. Und wenn auch einige Lieder noch Ende der 70er entstanden sind, so bewirken die Überarbeitung in Form von Remixen, dass die Scheibe stark nach den 80ern klingt. Freundinnen und Freunde synthetischer Musik werden hier vielleicht Spaß haben – genau wie Nostalgiker, die mit solcher Musik in ihrer Jugend fischen. Ansonsten in heutiger Zeit nur noch am Rand interessant. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Communist China, I Second That Emotion



Mittwoch, 19. Juli 2017

Godley & Creme – The History Mix Volume 1




Godley & Creme – The History Mix Volume 1


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop


Trackliste:

1. Wet Rubber Soup (9:30)
- Rubberbullets
- Minestrone
- I'm Not In Love
2. Cry (8:54)
3. Light Me Up (4:30)
4. An Englishman In New York (5:52)
5. Save A Mountain For Me (3:34)
6. Goldenboy (5:46)

Gesamtspieldauer: 38:06




Eine Art Kompilationsalbum stellt die Platte „The History Mix Volume 1“ von Kevin Godley und Lol Creme dar. Die beiden 10CC-Musiker, die zusammen und losgelöst von der Band ebenfalls einige Hits kreierten, sind hier in neuen Abmischungen, verlängerten Lied-Versionen und einem Medley zu hören. In vielen Aufzählungen wird diese Platte als das sechste von insgesamt sieben Studioalben der beiden britischen Musiker geführt. Einen „Mix Volume 2“ gibt es übrigens nicht.

Diese Zusammenstellung klingt mitunter verquer und will auch nicht mit jedem Takt und schon gar nicht mit jedem Titel ins Ohr gehen, da die beiden hier ihrer experimentellen Spiellaune und Produktion freien Lauf lassen. Zwei Nummern verhalten sich auf „The History Mix Volume 1“ jedoch wie reine Ohrwürmer und klingen überaus eingängig. Dies sind ausgedehnte Version des Stücks „Cry“, sowie „An Englishman In New York“. Zwei tolle Lieder, wobei sich die Nummer „Cry“ sogar in den US Billboard Hot 100 Charts auf Platz 16 platzieren konnte und somit die einzige Single des Duos darstellt, welche sich in den amerikanischen Charts abseits ihrer 10CC Erfolge dort wiederfand.

Zwei sehr eingängigen Stücken steht eine ganze Menge experimenteller Pop gegenüber. Hier hilft es ganz eindeutig, die Musik öfters zu hören, um sie sich besser erschließen zu können. Auch sind die einzelnen Stücke fest in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verwoben, worauf Synthesizer und Keyboard unentwegt hinweisen. Godley & Creme machen alles andere als Musik, die anbiedernd klingt. Die Lieder hören sich immer spannend und irgendwie anders an, als das, was man sonst so zu hören bekommt. Und wenn dann auch noch solch Titel wie „Cry“ oder „An Englishman In New York“ dabei herauskommen, dann lohnt es noch mehr, mal genauer hinzuhören.

Fazit: Pop-Musik, die anders klingt. Das machten Kevin Godley und Lol Creme zusammen mit Graham Gouldman bei 10CC und das können sie auch außerhalb der Banden ihrer Band. Zum Teil klingt „The History Mix Volume 1“ sehr eingängig, zum Teil auch sehr gewöhnungsbedürftig, immer jedoch ungewöhnlich. Deutlich andere Musik als der Mainstream des Pop. Neun Punkte.

Anspieltipps: Cry, An Englishman In New York