Montag, 20. November 2017

Anastacia – Not That Kind




Anastacia – Not That Kind


Besetzung:

Anastacia – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Eric Kupper – guitars, keyboards
Chris Goercke – guitar solo
Richie Jones – drums, drums & percussion programming
Bebe Winans – background vocals
Louis Biancaniello – keyboards, drums
Sam Watters – background vocals, drums
Vernon Black – guitars
Rob Bailey – guitars
Gary Haase – bass
Steve Wolfe – drums
Audrey Wheeler – background vocals
Craig Derry – background vocals
Ann Leathers – violin
Belinda Whitney-Barratt – violin
Joel Pitchon – violin
Regis Iandiorio – violin
Shirien Taylor – violin
Carl Sturken – many instruments
Evan Rogers – background vocals
Katreese Bartnes – background vocals
Valerie Pinkston – background vocals
Cindy Mizelle – background vocals
Kevin Owens – background vocals
Russ DeSalvo – keyboards
Leon Pendarvis – piano
Loris Holland – hammond b3 organ
Nicky Richards – background vocals
Keith Flutt – background vocals
Rob Matthes – background vocals
Chris Camozzi – guitars
Chiel Minucci – guitars
Tom Barney – bass
Bashiri Johnson – percussion
Audrey Matells – background vocals
Barbara Laurie – background vocals
Angela Brusegar – background vocals
Charlotte Gibson – background vocals
Dennis Johnson – turntable scratches
Carl Potts – guitars
Rayford Griffin – drums
Paul Jackson Jr. – guitars
Herman Jackson III – acoustic & electric pianos
Ricky Lawson – drums
Luis Conte – percussion
Rickey Minor – bass
Diane Louie – keyboards & programming
Lynn Davis – background vocals
Valerie Pinkston – background vocals
Lynne Fiddmont-Linsey – background vocals
John “Noodle” Nevin – bass
Kevin Cloud – drums


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Soul, Pop, Disco, Funk, R&B


Trackliste:

1. Not That Kind (3:20)
2. I'm Outta Love (4:03)
3. Cowboys & Kisses (4:41)
4. Who's Gonna Stop The Rain (5:00)
5. Love Is Alive (4:06)
6. I Ask Of You (4:27)
7. Wishing Well (3:58)
8. Made For Lovin' You (3:36)
9. Black Roses (3:37)
10. Yo Trippin' (3:35)
11. One More Chance (4:39)
12. Same Old Story (5:32)

Gesamtspieldauer: 50:39




„Not That Kind“ heißt das erste Studioalbum der US-Amerikanerin Anastacia Lyn Newkirk. Veröffentlicht wurde das Album am 16. Juni des Jahres 2000 und erschien auf dem Plattenlabel Sony Music. In den USA war das Debut der Anastacia wenig erfolgreich, landete dort lediglich auf Platz 168 der US-amerikanischen Billboard 200 Charts. Umso besser lief es für Anastacia in Europa und Australien. In Deutschland kletterte das Album immerhin bis auf Platz 2 der Charts und schon im Mai 2002 waren von „Not That Kind“ weltweit über sieben Millionen Kopien verkauft worden.

Auf „Not That Kind“ hört man hauptsächlich Soul, der vermischt mit etwas Pop, Disco, Funk und R&B das Gesamthörerlebnis ergibt. Im Zentrum der Musik steht dabei freilich die Stimme der Anastacia, die man liebt oder nur sehr wenig damit anfangen kann. Die einzelnen Titel des Albums klingen wenig einheitlich, was vielleicht dem Umstand zu „verdanken“ ist, dass fast alle Stücke in unterschiedlicher Besetzung eingespielt wurden. Es gibt jede Menge „Aaahs“ und „Ooohs“ neben ganz vielen „Yeahs“ zu hören. Gefühl soll damit transportiert werden, ganz viel Gefühl – allerdings funktioniert dies nur wenig.

Obwohl die einzelnen Titel durchaus uneinheitlich klingen, so ist die Überschrift des „weißen Soul“ doch allgegenwärtig. Lieblingslieder findet man hier nur, wenn man sich in dieser Art der Musik auch Zuhause fühlt. Mich spricht dabei noch am ehesten die Nummer „Who's Gonna Stop The Rain“ an, da sie zumindest ein klein wenig ins Ohr geht, was ich beim ganzen Rest des Albums nicht zu spüren vermag. Vor allen Dingen muss man eben die durchaus nicht alltägliche Stimme der Anastacia mögen. Hat man damit Probleme, packt einen die Musik überhaupt nicht mehr.

Fazit: Das Debutalbum der Anastacia mit dem Titel „Not That Kind“, ist trotz der einheitlichen Ausrichtung auf den Soul, trotzdem ein relativ uneinheitliches Gesamtwerk geworden. Die Stimme der US-Amerikanerin hält die Scheibe zusammen, die sicherlich in vielerlei Hinsicht gewöhnungsbedürftig ist. Als Freund der Rock Musik wird man es mit „Not That Kind“ schwer haben, ins Ohr geht hier nur sehr wenig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Who's Gonna Stop The Rain



Sonntag, 19. November 2017

Billy Joel – River Of Dreams




Billy Joel – River Of Dreams


Besetzung:

Billy Joel – lead vocals, clavinet (1, 4), hammond organ (1, 4, 6, 8, 10), background vocals (2), piano (2, 6-10), organ (2, 9), synthesizer (3, 8), keyboards (5)

Gastmusiker:

Zachary Alford – drums (1, 2, 3, 4, 6, 8)
Phillip Ballou – choir vocals (6)
Katreese Barnes – choir vocals (6)
Tommy Byrnes – guitar (1, 3, 5, 6)
Richie Cannata – tenor sax (4)
Dennis Collins – choir vocals (6)
Schuyler Deale – bass (5)
Lewis Del Gatto – orchestra manager (2, 6-8)
Liberty DeVitto – drums (5)
Will Downing – choir vocals (6)
Laurence Etkin – trumpet (4)
Frank Floyd – choir vocals (6)
Wrecia Ford – background vocals (6, 8)
Diane Garisto – choir vocals (6)
Arno Hecht – baritone sax (4)
Lonnie Hillyer – bass (3, 8)
Jeff Jacobs – synthesizer (2), additional programming (8)
Stephanie James – choir vocals (6)
Color Me Badd – backing vocals on “All About Soul”
Devora Johnson – choir vocals (6)
Jeff Lee Johnson – bass (8)
Steve Jordan – drums (9, 10)
Curtis Rance King, Jr. – choir conductor and contractor (6)
Danny Kortchmar – guitar (1-4, 6, 8-10)
Andy Kravitz – percussion (8)
Osvaldo Melindez – trombone (4)
Ira Newborn – orchestration (2, 6-8)
Jim Saporito – percussion (2)
Marlon Saunders – choir vocals (6), background vocals (6, 8)
Frank Simms – background vocals (1, 2, 8)
George Simms – background vocals (1, 2, 8)
Corliss Stafford – choir vocals (6)
T.M. Stevens – bass (1, 2, 4, 6, 9, 10)
Crystal Taliefero – vocal arrangement (6, 8), background vocals (6, 8)
Chuck Treece – bass (8)
Mike Tyler – guitar (8)
Leslie West – guitar (1, 2, 4)
Brenda White-King – choir vocals (6)
B. David Witworth – background vocals (6, 8)


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. No Man’s Land (4:48)
2. The Great Wall of China (5:47)
3. Blonde Over Blue (4:55)
4. A Minor Variation (5:36)
5. Shades Of Grey (4:11)
6. All About Soul (6:01)
7. Lullabye (Goodnight, My Angel) (3:34)
8. The River Of Dreams (4:07)
9. Two Thousand Years (5:20)
10. Famous Last Words (4:54)

Gesamtspieldauer: 49:17



„River Of Dreams” heißt das zwölfte und gleichzeitig auch letzte Studioalbum des US-Amerikaners Billy Joel. Es erschein am 10. August des Jahres 1993 auf dem Plattenlabel Columbia Records. Ganz stimmt diese Aussage jedoch nicht, denn im Jahr 2001 veröffentlichte Billy Joel noch ein Album unter dem Titel „Fantasies & Delusions“, bei dem es sich allerdings um klassische Kompositionen handelte, die er zudem auch nicht mehr selbst einspielte. Auf „River Of Dreams” hört man relativ unaufgeregte und keineswegs außergewöhnliche Pop-Musik, die zum Teil einen rockigen Einschlag enthält.

Von dem genialen Song-Schreiber Billy Joel, wie er auf seinen ersten Platten zu hören war, war nichts mehr übrig geblieben Anfang der 90er Jahre. Sehr eingängigen und kommerziellen Pop gibt Billy Joel auf „River Of Dreams” vor allen Dingen zum Besten, der zu allermeist allerdings leider auch sehr oberflächlich klingt. Keine Melodien gibt es mehr, in die man eintauchen kann, die zu begeistern verstehen. Stattdessen befinden sich auf „River Of Dreams” zehn handwerklich gut gemachte Pop-Lieder, die jedoch allesamt leider nur noch sehr wenig Spuren hinterlassen. Am eindrucksvollsten ist da fast noch das Plattencover, welches Christie Brinkley, seine damalige Frau malte und vom Rolling Stone Magazine im Jahr 1993 als „The Best Album Cover of the Year“ ausgezeichnet wurde.

Das Titellied „The River Of Dreams“ ist das bekannteste Stück der Platte und kletterte in vielen Ländern bis auf Platz 1 der Charts. Das schönste Lied auf dem Album heißt allerdings „Lullabye (Goodnight, My Angel)“ und ist eine sehr sanfte Nummer, die an die musikalischen Ursprünge des Billy Joel in den 70er Jahren erinnert. Ansonsten gibt es jede Menge Pop-Liedchen zu hören, mal etwas rockiger gestaltet, mal ein wenig weicher im Klang gehalten sind. Im Grunde genommen ist das allerdings alles austauschbar und verfliegt, ohne großartige Spuren zu hinterlassen.

Fazit: Das letzte Pop-Album des Billy Joel ist eines geworden, welches zum einen nicht zu seinen guten Platten gezählt werden kann, zum anderen austauschbar klingt. Zumeist gibt es auf „The River Of Dreams“ seichteren Pop zu hören, der es nicht mehr schafft zu begeistern. Der Piano-Man war ein letztes Mal kommerziell geworden, um danach musikalisch in dieser Richtung zu schweigen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Lullabye, No Man’s Land



Samstag, 18. November 2017

Various Artists – Aus grauer Städte Mauern Teil 1




Various Artists – Aus grauer Städte Mauern Teil 1


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Bear Family


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Neue Deutsche Welle, Pop


Trackliste:

CD1:

1. Nina Hagen Band – TV-Glotzer (5:16)
2. 1. Futurologischer Congress – Heimatlied (3:11)
3. ZK – Tip Von Twinky (4:17)
4. Malaria! – Laufen (4:28)
5. Deutsch-Amerikanische Freundschaft – Der Räuber Und Der Prinz (3:31)
6. Rheingold – Dreiklangs-Dimensionen (3:42)
7. Frieder Butzmann Mit Sanja – Waschsalon Berlin (3:56)
8. Abwärts – Computerstaat (3:16)
9. Der Plan – Da Vorne Steht 'Ne Ampel (2:33)
10. Freiwillige Selbstkontrolle – Herz Aus Stein (3:28)
11. Andreas Dorau – Der Lachende Papst (1:54)
12. Nichts – Radio (2:25)
13. Morgenrot – Johnny's Traum (3:35)
14. Spider Murphy Gang – Skandal Im Sperrbezirk (3:39)
15. Ideal – Blaue Augen (3:30)
16. Tempo – In My Room (3:24)
17. The Stripes – Tell Me Your Name (3:14)
18. Trio – Halt Mich Fest Ich Werd Verrückt (2:06)
19. Cosa Rosa – Millionenmal (4:55)
20. Extrabreit – Flieger Grüss Mir Die Sonne (2:54)
21. Neonbabies – Tanz Mit Mir (2:38)
22. Interzone – Kinderlied (3:33)
23. Fee – Schweine Im Weltraum (3:57)
24. Fehlfarben – Das Wort Ist Draussen (4:04)
25. Joachim Witt – Goldener Reiter (4:26)


CD2:

1. PVC – Berlin By Night (3:13)
2. Der KFC – Kriminalpogo (2:58)
3. Mythen In Tüten – Liebe Im Funkhaus (3:00)
4. Zatopek – Dispofunk (4:29)
5. Foyer Des Arts – Wissenswertes Über Erlangen (4:44)
6. Die Zimmermänner – Erwin, Das Tanzende Messer (3:07)
7. Palais Schaumburg – Rote Lichter (2:38)
8. Alexander Von Borsig – Hiroshima (4:06)
9. Die X Agenten – Unter Palmen (3:57)
10. Die Crackers – Klassenfahrt Zum Titisee (2:08)
11. Relax – Weil I Di Mog (3:23)
12. Erste Allgemeine Verunsicherung – Ba-Ba-Banküberfall (3:38)
13. Markus – Schön Sind Wir Sowieso (3:02)
14. Giorbino / Eldorado – I! Trifft Die Grapellis (2:53)
15. Die Conditors – Kalt Wie Eis (3:04)
16. Neue Heimat – Ich Bau‘ Dir Ein Schloss (2:39)
17. Die Atlantikschwimmer – Komm Mit Mir (3:24)
18. Die Mimmi‘s – Up‘n Land (3:05)
19. Felix De Luxe – Taxi Nach Paris (3:13)
20. Nena – Nur Geträumt (3:38)
21. Hubert Kah – Rosemarie (3:47)
22. Spliff – Heut‘ Nacht (4:26)
23. Die Krupps – Wahre Arbeit, Wahrer Lohn (5:36)
24. ZeitGeist – Es Lebe Die Lebendigkeit! (3:29)
25. DÖF – Codo (...Düse Im Sauseschritt) (4:26)

Gesamtspieldauer CD1 (1:28:03) und CD2 (1:28:16): 2:56:19




Inzwischen gibt es wahrscheinlich bald die tausendste Zusammenstellung der Musik der Neuen Deutschen Welle. „Aus grauer Städte Mauern“ ist eine weitere dieser zahllosen Veröffentlichungen über diese Musik Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Bei dem vorliegenden Doppel-Album handelt es sich um Teil 1 einer vierteiligen Serie, die sicherlich eine der umfassendsten Kompilationen dieser Art darstellt. Auf dem Label Bear Family erschienen diese Scheiben und der erste Teil wurde im Jahr 2014 veröffentlicht. Eine weitere Unterschrift unter dem Titel „Aus grauer Städte Mauern“ lautet „Die Neue Deutsche Welle 1977 – 85“. Dies ist allerdings eine Mogelpackung, denn man hört auf dieser Zusammenstellung durchaus auch andere musikalische Genres. Die Gemeinsamkeit aller Lieder liegt im deutschen Ursprungsland der Musiker.

Neben fünfzig mehr oder weniger überzeugenden Titeln enthält dieses Kompilationsalbum ein sehr umfassendes Booklet mit nicht weniger als 148 Seiten, auf denen man jede Menge Informationen zu den einzelnen Titeln und Bands erhält. Hier haben sich die Herausgeber sehr viel Mühe gegeben. Sehr überraschend ist allerdings, was die Autoren dieser Zusammenstellung unter dem Genre „Neue Deutsche Welle“ verstehen. Bands wie die Spider Murphy Gang, Relax oder die Erste Allgemeine Verunsicherung mit in diesen Topf zu werfen und auf dieser Zusammenstellung mit zu veröffentlichen, zeugt meiner Meinung nach eher von Geschäftssinn, denn von musikalisch fundierter Kenntnis.

Neben einigen weniger bekannten Bands und Stücken sind auch ein paar Chartstürmer der damaligen Zeit mit auf „Aus grauer Städte Mauern Teil 1“ vertreten. Somit eignen sich die beiden Scheiben ganz gut, um sich eine Übersicht über die deutsche Musik der damaligen Zeit zu verschaffen. Auch englische Titel sind hier vertreten, wurden jedoch ebenfalls von deutschen Bands eingespielt und sind wie im Falle von Tempo und dem Stück „In My Room“ eher im Rock beheimatet, als in der Neuen Deutschen Welle. In dieselbe Kategorie fällt das Stück „Berlin By Night“ der Band PVC. Einmal mehr passt hier die Überschrift des Albums nicht mit dem Inhalt zusammen.

Fazit: Interessiert man sich dafür, wie die Musik in Deutschland klang, die zwischen 1977 und 1985 entstand und dabei weder deutscher Schlager noch Volksmusik ist, so erhält man mit dem Kompilationsalbum „Aus grauer Städte Mauern Teil 1“ einen sehr guten Überblick. Neue Deutsche Welle ist das zwar nicht durchgängig, macht aber nichts. Neben sehr unbekannten Liedern und Bands finden sich auch bekanntere Titel. Die Mischung macht es. Für Freunde meist eingängigen Pops sehr geeignet. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Dreiklangs-Dimensionen, Wissenswertes Über Erlangen



Freitag, 17. November 2017

Robbie Williams – Sing When You’re Winning




Robbie Williams – Sing When You’re Winning


Besetzung:

Robbie Williams – vocals, backing vocals


Gastmusiker:

Guy Chambers – keyboards, synthesizer, piano, guitar, backing vocals
Andy Caine – backing vocals
Claire Worrall – backing vocals
Dave Catlin-Birch – backing vocals, bass guitar, electric guitar
Gary Nuttall – backing vocals, banjo 
Steve McEwan – backing vocals, electric guitar
Fil Eisler – bass [reverse], bass guitar
Phil Spalding – bass guitar, twelve-string guitar, guitar
Chris Sharrock – drums
Neil Taylor – electric guitar, acoustic guitar
Andy Duncan – programming [drums and percussion], percussion, drums
Steve Sidwell – trumpet
Alana Duncan – voice 
Steve Power – computer tools, vocoder
Derek Green – backing vocals
Katie Kissoon – backing vocals
Paul Tubbs Williams – backing vocals
Sylvia Mason-James – backing vocals
Tessa Niles – backing vocals
Winston Blissett – bass guitar
Dave Bishop – brass
Neil Sidwell – brass
Steve Sidwell – brass
Crystal Adams – backing vocals
Marielle Herve – backing vocals
Tony Pleeth – loops
Paul Kegg – loops
Richard Boothby – loops
Richard Campbell – loops
Richard Flack – programming [drums]
Jim Brumby – computer tools
Kylie Minogue – vocals
Phil Palmer – acoustic guitar, electric guitar
Melvyn Duffy – steel guitar
André Barreau – backing vocals
Jeremy Stacey – drums
Brad Lang – double bass, bass guitar
Pauline Taylor – backing vocals
Pete Davies – programming [drums]
Alex Dickson – electric guitar, autoharp
Mark Feltham – harmonica
Anthony Pleeth – strings
Robert Smissen – strings
Gavyn Wright – strings
Jackie Shave – strings
Martin Loveday – strings
Patrick Kiernan – strings
Perry Montague-Mason – strings
Peter Lale – strings
Edgar Herzog – clarinet
Bob Lanese – trumpet
Pauline Boeykens – tuba


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop, Soft Rock


Trackliste:

1. Let Love Be Your Energy (4:59)
2. Better Man (3:22)
3. Rock DJ (4:18)
4. Supreme (4:18)
5. Kids (4:46)
6. If It's Hurting You (4:10)
7. Singing For The Lonely (4:31)
8. Love Calling Earth (4:05)
9. Knutsford City Limits (4:45)
10. Forever Texas (3:37)
11. By All Means Necessary (4:45)
12. The Road To Mandalay (3:54)

Gesamtspieldauer: 51:36 (angegeben: 76:00)




„Sing When You’re Winning” heißt das dritte Studioalbum des Engländers und Ex-Take That Mitglieds Robbie Williams. Veröffentlicht wurde das Album im Jahr 2000 auf dem Plattenlabel EMI. Zu hören gibt es auf „Sing When You’re Winning” eine Mischung aus Pop und Soft Rock, zumeist sehr eingängig und melodiös gehalten, ohne dabei zu oft wirklich überzeugen zu können.

Nach interessantem Brit Pop klingt auf dieser Scheibe nur wenig. Allzu oft hören sich die Lieder eher etwas langweilig denn packend an. Trotzdem verkaufte sich das Album gut, vor allen Dingen in England, wo sie zur bestverkauften Platte des Jahres 2000 wurde. Vor allen Dingen die langsameren Stücke sind es, die sich deutlich interessanter und packender anhören, als die tanzbaren, fast schon anbiedernden, flotteren Lieder. Sicherlich bleibt dabei festzuhalten, dass man auf „Sing When You’re Winning” keine Musik zum Weglaufen vorgesetzt bekommt. Jedoch handelt es sich dabei um mehr oder weniger einfachen Pop, der zum einen Ohr hineineingeht, um sich aus dem anderen Ohr schnell wieder zu verabschieden.

Die Höhepunkte der Scheibe sind die beiden langsamen Stücke „If It's Hurting You“ und „The Road To Mandalay“. Gerade letzter Titel wertet die gesamte Platte sehr auf, ist melodiös und eingängig, ein Ohrwurm. Dagegen nervt das aufgesetzt klingende Duett mit der Australierin Kylie Minogue „Kids“ fast schon ein wenig. Auch solch soulige Nummern wie „Love Calling Earth“ erfordern eine hohe Toleranzschwelle bei der Hörerin wie beim Hörer. Genauso schmalzig wie der Titel und der Text, so klingt auch die Musik unfassbar glitschig. Zu guter Letzt durfte natürlich auch eine Unsitte nicht fehlen, die um die Jahrtausendwende auf mancher CD zu hören war. Um das Album künstlich zu verlängern, wurde der letzte Titel mittels Stille von einer Laufzeit von 3:54 auf eine Dauer von über 28 Minuten verlängert. Dann hört man Robbie Williams sagen: „No, I'm not doing one on this album.“ Dies wohl, um auf den jetzt fehlenden Hidden Track hinzuweisen. Lustig geht anders.

Fazit: War Robbie Williams bei Take That noch ein Teenie Idol, so ist er auf seinen Solo-Platten durchaus musikalisch gereift. Trotzdem bleibt die Musik des Engländers, der die Titel zusammen mit Guy Chambers schrieb, auf seinem dritten Solo-Album „Sing When You’re Winning” sehr unspektakulärer Pop, der auch nach vielen Durchläufen nicht überzeugen kann und oberflächlich bleibt. Wenige Ausnahmen gibt es, doch auch diese machen die Platte noch nicht zu einem guten Album. Sechs Punkte.

Anspieltipps: If It's Hurting You, The Road To Mandalay



Donnerstag, 16. November 2017

Herbert Grönemeyer – Mensch




Herbert Grönemeyer – Mensch


Besetzung:

Herbert Grönemeyer


Gastmusiker:

Armin Rühl
Norbert Hamm
Jakob Hansonis
Stephan Zobeley
Alfred Kritzer
Alex Silva
Jimmy Hogarth
Dave Raigner
Dodo Nkishi
Dom Bouffard
Henning Rümenapp
Marie Grönemeyer


Label: Grönland Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Mensch (4:28)
2. Neuland (3:43)
3. Der Weg (4:18)
4. Viertel Vor (4:23)
5. Lache, Wenn Es Nicht Zum Weinen Reicht (4:42)
6. Unbewohnt (5:04)
7. Dort Und Hier (2:33)
8. Blick Zurück (5:54)
9. Kein Pokal (4:32)
10. Zum Meer (5:45)

Bonus Track:

11. Demo (Letzter Tag) (3:26), ab 17:30 Hidden Track (3:12): (20:40)

Gesamtspieldauer: 45:26 (+ Demo (Letzter Tag) (3:26,) + Hidden Track (3:12))



„Mensch“ nannte der Musiker und Schauspieler Herbert Grönemeyer sein elftes Studioalbum. Dieses erschien im August des Jahres 2002 auf dem Plattenlabel Grönland Records. „Mensch“ ist nicht nur das erfolgreichste Album des Herbert Grönemeyer, es ist mit über drei Millionen verkauften Kopien auch das bestverkaufte Musikalbum in Deutschland überhaupt.

Vier Jahre nach dem Vorgängeralbum „Bleibt Alles Anders“ klingt „Mensch“ an vielen Stellen traurig und melancholisch, was nicht weiter verwundert, da Herbert Grönemeyer nach dem letzten Album persönliche Schicksalsschläge zu verkraften und verarbeiten hatte. Sein Bruder und seine Frau waren innerhalb kürzester Zeit verstorben. Viele der Lieder sind ruhig und nachdenklich gehalten, die Texte transportieren diese Stimmung ebenso, was aufgrund der Hintergründe nicht weiter verwunderlich ist.

Der Titel „Demo (Letzter Tag)“ wurde einen Tag, bevor das Album endgültig fertiggestellt wurde, aufgenommen. Dieses Stück ist allerdings nicht über zwanzig Minuten lang, sondern es folgt nach etwa dreieinhalb Minuten eine lange Phase der Stille, die nach knapp einer Viertelstunde schließlich durch einen sogenannten „Hidden Track“ beendet wird. Nun hört man Herbert Grönemeyers Sohn Felix ein nicht sehr hörenswertes Lied auf Englisch einsingen. Höhepunkte der Scheibe sind diese nachdenklichen und sogar traurigen Lieder. Zu nennen wäre da die erfolgreiche Singleauskopplung und gleichzeitig das Titellied „Mensch“, das überaus intensive Stück „Der Weg“ und schließlich jenes, bereits erwähnte Schlusslied „Demo (Letzter Tag)“.

Fazit: Ein sehr nachdenkliches Album ist die elfte Studioplatte des Herbert Grönemeyer geworden. Persönliche Schicksalsschläge werden hier wohl mit verarbeitet und das hört man auch an verschiedenen Stellen der Platte. Nicht alles auf „Mensch“, der erfolgreichsten musikalischen Veröffentlichung in Deutschland überhaupt, kann restlos überzeugen. Es sind eher die sanften und nachdenklichen Töne, die auf dem Album am Gelungensten klingen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Mensch, Der Weg, Demo (Letzter Tag)



Mittwoch, 15. November 2017

Various Artists – New Signs & Sounds




Various Artists – New Signs & Sounds 3/00


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Zillo


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock, Electro, Goth Rock, Darkwave, Heavy Metal


Trackliste:

1. Rico – Float (3:21)
2. Recoil – Want (6:11)
3. No Skillz – Mekka (3:47)
4. Dominus Of Steel – To The Bitter End (4:40)
5. Medadump – White Lights (5:03)
6. Neon Dream – Overscreening (4:27)
7. Astrea Redux – Gardendoor (5:14)
8. Eels – Mr. E's Beautiful Blues (4:00)
9. The The – Global Eyes (4:11)
10. Erblast – Bittermandelblick (5:43)
11. Therion – Deggial (5:04)
12. Haggard – In A Fullmoon Procession (5:18)
13. The Crack Of Doom – Eremite (+29.09.98) (5:35)
14. Diary Of Dreams – Colorblind (5:20)
15. Estampie – Disse Mi (5:16)
16. Backworld – Leaves Of Autumn (3:43)

Gesamtspieldauer: 1:17:00



Zillo war ein deutschsprachiges Musikmagazin, das ursprünglich als Independent-Zeitschrift konzipiert war. Im Rahmen der Erscheinung der Zeitschrift wurden auch Musik-Alben veröffentlicht, Sampler-CDs, in denen neben bekannteren Bands auch eher unbekannte Künstler und Bands vorgestellt wurden. Die hier vorliegende Veröffentlichung stammt aus dem März des Jahres 2000 und beinhaltet Musik ganz unterschiedlicher musikalischer Genres.

Von Rock über Electro, Gothic Rock und Darkwave bis hin zum Heavy Metal ist die musikalische Spannbreite auf dem Sampler weit gefächert. Dabei ist es beim Anhören glücklicherweise ganz egal, ob man die gerade spielende Band schon mal gehört hat oder ob diese für einen selbst eher doch unbekannt ist. Auf „New Signs & Sounds 3/00“ klingt es immer spannend bis hin zu beeindruckend. Die einzelnen Lieder verstehen zu packen, rocken mal mehr, mal weniger und sind in allen Ausprägungen gelungen. Da hat sich jemand viel Mühe mit der Zusammenstellung gemacht, das hört man und es hat sich auch dementsprechend gelohnt.

Viele der Nummern klingen beim ersten Male des Hörens noch relativ unauffällig und entfalten sich mit jedem Durchgang ein wenig mehr. Die Stimmung auf diesem Kompilationsalbum ist insgesamt eine relativ gedrückte bis dunkle. Das wiederum lässt das gesamte Album noch etwas intensiver wirken. Hier gibt es keinen Pop zu hören, dafür jede Menge dunklen Rock, sanften Rock, nachdenklichen Rock, lauten Rock, fordernden Rock. Die Mischung macht es auf dieser Zusammenstellung und diese ist gelungen.

Fazit: Neben bekannteren Bands bekommt man auf „New Signs & Sounds 3/00“ auch Vieles zu hören, was einem so bisher noch nicht „über den Weg gelaufen“ ist – auch wenn man sich sehr für Musik interessiert. Klasse Rock-Titel gibt es auf dieser Zusammenstellung zu hören, die viele Schattierungen des Rocks etwas mehr ausleuchten. Dieses Album wird all jenen gefallen, die auch die dunklen Töne in der Musik lieben und nichts dagegen haben, wenn es ordentlich rockt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Want, To The Bitter End, Mr. E's Beautiful Blues, Deggial, Leaves Of Autumn



Dienstag, 14. November 2017

The Waterboys – Out Of All This Blue




The Waterboys – Out Of All This Blue


Besetzung:

Mike Scott – vocals, drumscape, guitars, piano, bridge bass, synthesizer, organ, field recordings, sundries, mellotron, bass, hornscape


Gastmusiker:

David Hood – bass
Brother Paul – synthesizer, organ, piano, electric piano, backing vocals, clavinet
Zach Ernst – guitar licks, guitar
Steve Wickham – sonics, fiddle, horns
Zeenie Summers – verse 3 vocal, backing vocals
Jess Kav – backing vocals, vocals
Aonghus Ralston – bass
Trey Pollard – string and brass arrangements
Conor J. Ryan – basso voice
Ralph Salmins – drums
Kevin Murphy – cello, double bass
Thomas Haugh – lap zithers, ukelin, percussion
John Hegarty – piano
Bill Blackmore – trumpet, flugelhorn
Neil Mahony – bass
Niall C. Lawlor – picking guitar
Wild Bill Crivvens – traps
Max Zaska – electric guitar
Roppongi Hills Crows – themselves
Rokudenashiko – payo payo
Simon Wallace – boogie piano
Harajuku Dude – himself
Announcer Dude – himself
Dublin Soul Choir (Conor J. Ryan, Jess Kav, Caoimhe Barry, Karen Cowley, Saoirse Duane, Zeenie Summers) – backing vocals


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Pop, Rock, Folk, Country


Trackliste:

CD1:

1. Do We Choose Who We Love (2:58)
2. If I Was Your Boyfriend (4:11)
3. Santa Fe (3:57)
4. If The Answer Is Yeah (3:33)
5. Love Walks In (6:24)
6. New York I Love You (7:49)
7. The Connemara Fox (5:30)
8. The Girl In The Window Chair (2:57)
9. Morning Came Too Soon (8:15)
10. Hiphopstrumental 4 (Scatman) (2:28)


CD2:

11. The Hammerhead Bar (4:36)
12. Mister Charisma (2:04)
13. Nashville, Tennessee (6:00)
14. Man, What A Woman (3:16)
15. Girl In A Kayak (1:24)
16. Monument (2:52)
17. Kinky's History Lesson (5:19)
18. Skyclad Lady (0:57)
19. Rokudenashiko (3:06)
20. Didn't We Walk On Water (5:52)
21. The Elegant Companion (4:31)
22. Yamaben (4:55)
23. Payo Payo Chin (3:24)


CD3:

24. The Memphis Fox (4:08)
25. If The Answer Is Yeah (Alternate Version) (3:29)
26. If I Was Your Boyfriend (Zeenie Mix) (4:00)
27. Epiphany On Mott Street (1:55)
28. Didn't We Walk On Water (JessKav Mix) (5:33)
29. Santa Fe (Instrumental) (3:56)
30. Payo Payo Chin (Tokyo Hotel) (1:16)
31. Return To Roppongi Hills (2:02)
32. Nashville, Tennessee (Live) (5:36)
33. Mister Charisma (Alternate Version) (3:31)
34. So In Love with You (4:36)

Gesamtspieldauer CD1 (48:05) und CD2 (48:21) und CD3 (40:07): 2:16:35




„Out Of All This Blue“ heißt das zwölfte Studioalbum der Waterboys, der Band des in Irland lebenden Schotten Mike Scott. Die Platte erschien im Jahr 2017 auf dem Plattenlabel BMG und wenn man sich die Deluxe-Version der Scheibe bestellt, erhält man eine Ausgabe des Albums, welches aus drei CDs besteht und insgesamt eine Laufzeit von über zwei Stunden besitzt. Dabei sind die erste und die zweite CD durchaus mit unterschiedlichem Lied-Material befüllt, wohingegen sich auf der dritten Scheibe hauptsächlich alternative Versionen oder Live-Aufnahmen befinden.

Dieses Werk musikalisch einzuordnen fällt nicht sehr leicht. Allzu viele musikalische Genres hat Mike Scott auf „Out Of All This Blue“ vereinigt beziehungsweise vermischt – und dies gilt für jede der drei CDs. Dieser Umstand wiederum bewirkt, dass man sich auf dieses Album nur schwer einstellen kann. Pop, Rock, Folk, Country, Funk, Soul und sogar relativ experimentelle Lieder gibt es da oftmals krude durcheinander gemischt zu hören. Ist man dann einem dieser oft doch sehr unterschiedlichen musikalischen Genres nicht so sehr zuneigt, kann das Durchhören des Albums an mancher Stelle zur Belastungsprobe werden. Während man sich bei einem Lied genervt abwendet, weiß das nächste vielleicht schon wieder sehr zu überzeugen oder sogar zu begeistern.

In meinen Ohren klingen Mike Scott und seine Waterboys immer dann am Überzeugendsten, wenn er beziehungsweise sie rocken oder auch mal ganz neue, experimentelle Pfade beschreiten. Ich möchte an dieser Stelle weder Funk noch Soul hören und auch Country dieser Art ist für mich ein Grund, die Fernbedienung zur Hand zu nehmen und den entsprechenden Titel zu überspringen. Auch der exzessive Einsatz des Drum Computers nervt auf „Out Of All This Blue“ etwas. Gelungen ist auf der ersten CD, dem eigentlichen Album, das sanfte und folkige „The Girl In The Window Chair“ sowie das über achtminütige, rockige, zwar fast schon monotone aber gerade dadurch auch mitreißende „Morning Came Too Soon“. Brother Paul kann man an dieser Stelle gar nicht genug für sein tolles Orgel-Spiel loben, welches das Lied im Duett mit viel Gitarrensoli noch intensiver werden lässt. Auf CD2 sind es das sentimentale und etwas schräge „Mister Charisma“, das rockige und eingängige „Yamaben“ sowie „Payo Payo Chin“, ebenfalls ein eher rockiges Lied, welche am meisten zu überzeugen wissen. Bleibt auf CD3 erneut ein rockiges Lied. „The Memphis Fox“ ist mit einem fetten Orgelsound beseelt und auch hier kann man Brother Paul wieder in Höchstform hören. Die restlichen 28 Stücke bewegen sich dann allerdings leider in Gefilden von „ganz nett“ bis „Bitte nicht!“. Eindeutig zu viel Ausschuss für ein gutes Album.

Fazit: Milke Scott scheint bei der zwölften Veröffentlichung seiner Waterboys nach dem Prinzip vorgegangen zu sein, seinen Hörerinnen und Hörern ganz viel verschiedene musikalische Stile vorsetzen zu wollen, damit für jede und jeden auch etwas dabei ist, um alle irgendwie glücklich zu machen. Dies wird auch aufgegangen sein, bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass sich auf dem Album, nicht nur auf der Deluxe-Edition mit drei CDs, eine ganze Menge Musik befindet, die man eben nicht mehr unbedingt gut finden kann, wenn man sich nicht in jedem musikalischen Genre heimisch fühlt. So gibt es auf „Out Of All This Blue“ durchaus ein paar schöne und lohnende Titel, allerdings auch jede Menge Füllung, die einfach langweilt oder gar nervt. Deutlich zu wenig Höhepunkte für ein gutes Album. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Girl In The Window Chair, Morning Came Too Soon, Mister Charisma, Yamaben, Payo Payo Chin, The Memphis Fox



Montag, 13. November 2017

Greg Vandike – Doctor Rain




Greg Vandike – Doctor Rain


Besetzung:

Greg Vandike – vocals, instruments


Gastmusiker:

Julie Vandike – backing vocals (tracks 1, 5, 10)
Grant Serpell – drums (tracks 1, 5, 7, 11, 17)


Label: Zing 1


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Synthie-Pop


Trackliste:

1. Marie Celeste (3:23)
2. Suddenly My Heart Goes Zing (3:27)
3. Dreamland (2:47)
4. I'll Be Your Surprise (3:42)
5. Ivory Towers (3:43)
6. Doctor Rain (3:48)
7. Wallpaper Music (2:48)
8. Problem Page (3:13)
9. Louis Quinze (4:40)
10. Heaven (2:57)
11. Carmen Miranda (3:37)
12. Flying Doctor (3:21)
13. Lamorna (4:30)
14. Try A Little Harder (3:02)
15. Major To Minor (2:58)
16. Animation (2:55)
17. Parallel Universe (3:16)

Gesamtspieldauer: 58:16




Greg Vandike hat nur ein einziges Studioalbum veröffentlicht. Dieses heißt „Doctor Rain“ und erschien im Jahr 1991 auf dem Plattenlabel Zing 1. Die darauf enthaltenen Stücke sind allesamt in den Jahren von 1980 bis 1982 entstanden und dort bereits zum Teil als Singles oder Maxi-Singles veröffentlicht worden. Angeblich wurde von „Doctor Rain“ lediglich eine Auflage von 500 Kopien erstellt – was definitiv zu wenig wäre, denn so schlecht ist die Musik nicht, auch wenn sie sehr synthetisch klingt.

Auf „Doctor Rain“ hört man minimalistischen Synthie Pop, der mal mehr und mal weniger gut ins Ohr geht. Richtig begeisternd klingt das Ganze zwar nur an sehr wenigen Stellen und Freundinnen und Freunde „handgemachter“ Rock Musik werden sowieso sehr wenig mit dieser Art von Musik anfangen können. Dieser synthetische Sound klingt durchaus etwas steril und kalt und ist ganz bestimmt nicht jedermanns Sache. Allerdings strahlen einige der Melodien eine gewisse Wärme aus.

Wie bereits erwähnt gehen die einzelnen Stücke mal mehr und mal weniger ins Ohr. Ein Titel mit durchaus vorhandenem Ohrwurmcharakter ist gleich die erste Nummer des Albums, „Marie Celeste“. Ein schönes Lied, für welches man nicht viele Versuche und Durchläufe benötigt, um Gefallen daran zu finden, wenn man auch Musik akzeptiert, in der keinerlei Gitarren mehr zu hören sind. Ebenfalls noch ganz gelungen klingen „Dreamland“ und „Animation“. Festzustellen bleibt dabei auf jeden Fall, dass man mit dem häufigeren Hören auch mehr Spaß an dieser Musik bekommt, die dann immer eingängiger zu werden scheint. Viele der Melodiebögen schaffen es letztendlich doch, sich festzusetzen.

Fazit: Zumeist eingängigen Synthie Pop gibt es auf „Doctor Rain“ von Greg Vandike zu hören. Die Musik klingt wahrlich sehr synthetisch und passt von ihrer Machart und ihrem Sound auch perfekt in die Anfänge der 80er Jahre, in denen sie auch entstand. Einige ganz nette Nummern befinden sich auf der Scheibe. Diese muss man sich allerdings erst erarbeiten, nur wenig klingt gleich beim ersten Mal des Hörens überzeugend und eingängig. Wahrscheinlich ist es zunächst der Synthie-Sound, der einen zögern lässt, die Musik tiefer und intensiver wirken zu lassen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Marie Celeste, Dreamland, Ivory Towers, Animation



Sonntag, 12. November 2017

Various Artists – Metallization




Various Artists – Metallization


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Castle Communications


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Hard Rock, Heavy Metal


Trackliste:

CD1:

1. Black Sabbath – Paranoid (2:48)
2. Uriah Heep – Easy Livin' (2:36)
3. Girlschool – Race With The Devil (2:52)
4. Atomic Rooster – Sleeping For Years (5:27)
5. Juicy Lucy – Midnight Rider (3:15)
6. Gary Moore – Run To Your Mama (4:42)
7. Motörhead – Overkill (5:11)
8. Magnum – Kingdom Of Madness (4:27)
9. Blue Öyster Cult – Born To Be Wild (6:35)
10. Motörhead – Killed By Death (4:35)
11. Girlschool – Tonight – (2:34)
12. Atomic Rooster – People You Can't Trust (3:50)
13. Hawkwind – Space Chase (3:08)
14. Motörhead – Bomber (3:39)


CD2:

1. Motörhead – Ace Of Spades (2:47)
2. Hawkwind – Shot Down The Night (7:43)
3. Angel Witch – Sweet Danger (3:05)
4. Gary Moore – Don't Let Me Be Misunderstood (3:35)
5. Uriah Heep – Love Machine (3:37)
6. Black Sabbath – Iron Man (5:53)
7. Magnum – The Teacher (3:21)
8. Girlschool – Kick It Down (3:01)
9. Tempest – Living In Fear (4:17)
10. Angel Witch – Devil's Tower (2:23)
11. Robin George – Heartline (3:15)
12. Black Sabbath – Sabbath Bloody Sabbath (5:40)
13. Uriah Heep – Return To Fantasy (5:46)
14. Motörhead – Capricorn (4:05)
15. Status Quo – Ice In The Sun (2:09)


CD3:

1. Uriah Heep – Gypsy (6:38)
2. Juicy Lucy – Who Do You Love (3:01)
3. Headgirl (Mötorhead & Girlschool) – Please Don't Touch (2:49)
4. Magnum – Walking The Staight Line (4:51)
5. Gary Moore – Nuclear Attack (5:08)
6. Girlschool – Hit & Run (3:06)
7. Angel Witch – Free Man (4:43)
8. Atomic Rooster – Space Cowboy (3:19)
9. Motörhead – Iron Fist (2:51)
10. Magnum – The Battle (2:09)
11. Girlschool – (I'm Your) Victim (2:42)
12. Tempest – Up And On (4:20)
13. Uriah Heep – Spider Woman (2:25)
14. Black Sabbath – Black Sabbath (6:17)

Gesamtspieldauer CD1 (55:46) und CD2 (1:00:44) und CD3 (54:24): 2:50:54



Im Jahr 1992 erschien auf dem Label Castle Communications das Kompilationsalbum „Metallization“. Auf dieser drei CDs umfassenden Zusammenstellung bekommt man jede Menge Hard Rock und Heavy Metal geboten. Auf diesen drei Scheiben befinden sich insgesamt 42 mehr oder weniger bekannte Lieder von hauptsächlich doch bekannteren Bands und Musikern.

Die Auswahl an verschiedenen Bands ist da schon deutlich geringer, denn die meisten Formationen sind hier deutlich öfters als einmal zu hören. Motörhead ist gleich sechsmal vertreten, Hawkwind zweimal, Uriah Heep fünfmal, Black Sabbath viermal, Magnum viermal, Girlschool fünfmal, Gary Moore dreimal und so weiter. Allen diesen Bands und Künstlern ist gemein, dass sie ordentlich rocken. Auf „Metallization“ findet sich also nichts für eher zartbesaitete Charaktere, sondern sehr viel eher Musik für Freunde der Headbanging-Fraktion, die auf Schnelligkeit und Härte in der Musik stehen. Viele Kompromisse werden auf dieser Kompilation auch nicht gemacht, sanfte Töne sucht man hier vergebens.

Bei 42 Titeln könnte man meinen, dass man einen breiten Überblick über die Heavy Metal Szene und deren Musik erhält. Dem ist aufgrund des meist mehrmaligen Auftretens der Bands allerdings nicht so. Dafür bekommt man jedoch einen schönen Überblick über die Bands selbst, die sich durchaus musikalisch voneinander unterscheiden. Somit kann man mit diesem umfangreichen Kompilationsalbum sehr gut austesten, in welcher Ecke der eher harten Musik die eigenen Interessen und Vorlieben liegen.

Fazit: Man bekommt mit der Zusammenstellung „Metallization“ sehr gut die Unterschiede verschiedener Bands dargeboten, kann seine Favoriten entdecken und vielleicht über die Originalalben noch tiefer in deren Musik einsteigen. Wer auf Heavy Metal und Hard Rock steht, wird die meisten Titel dieses Kompilationsalbums wahrscheinlich kennen, sicherlich jedoch nicht alle. Da es die drei Scheiben im Verbund auch sehr günstig zu erwerben gibt, könnte sich somit der Erwerb auch für den Heavy Metal Fan lohnen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Overkill, Kingdom Of Madness, Heartline, Return To Fantasy



Samstag, 11. November 2017

Stefanie Hertel – Moment Mal




Stefanie Hertel – Moment Mal


Besetzung:

Stefanie Hertel – Gesang, Hintergrundgesang, Chor


Gastmusiker:

Ronny Dehn – Schlagzeug
Rainer Engelmann – Bass, Kontrabass
Paul Wuthe – Elektrische-, Akustische- & Konzert-Gitarre
Lukas Haunerland – Keys & Akkordeon
Jothan Bleiberg – Trompete
Stefan Bohm – Posaune & Brass Arrangement
Gary Marlowe – Hammond, Piano, Melodica, Tambourine
Lanny Isis – Akustische Gitarre
Markus Fichtinger – Elektrische Gitarre
Florian Ritt – Elektrische Gitarre, Akustische Gitarre
Werner Laher – Bass, Synth Bass
Wolfgang Lindner Jr. – Schlagzeug, Keys
Michael Götz – Klarinette, Saxophon
Gabriele Heidemann – Ansage
Anton Sauprügel – Akkordeon
Gerald Rammerstorfer – Steirische Harmonika
Sara Simpson – Violine
Cat Neumann – Mandoline
Max Ragall – Bass
Uwe Steger – Akkordeon
Anita Horn – Chor
Antje Kohler – Chor
David Lampl – Chor
Franky Schirz – Chor
WLB Party Singers – Chor


Label: Telamo


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Pop, Schlager, Swing


Trackliste:

1. Moment Mal (3:27)
2. In meinem Traum gesehen (3:11)
3. Dirndlrock (3:12)
4. Für dich wird‘ ich da sein (3:44)
5. So wie du (3:08)
6. Die Liebe wiedersehen (3:12)
7. Ich will nach Hause (3:21)
8. Unter die Haut (3:21)
9. Grand Hotel (2:35)
10. Frauen können stark sein (3:12)
11. Bleib wie du bist (3:28)
12. Niemals mehr ohne dich (3:28)

Gesamtspieldauer: 39:24



Im Jahr 2013 und mit ihrem vierzehnten Studioalbum hatte sich Stefanie Hertel endlich getraut auf die kompositorischen Fähigkeiten des Jean Frankfurter zu verzichten. „Moment Mal“ heißt dieses Album, wurde auf dem Plattenlabel Telamo veröffentlicht und klingt völlig anders, als ihre vorherigen Scheiben. Zum einen hat die Vogtländerin einen Schritt zurück gemacht in die Richtung des volkstümlichen Schlagers, zum anderen halten völlig neue musikalische Stile Einzug in die Musik der Stefanie Hertel. Auf „Moment Mal“ ist ihre Musik variantenreicher und abwechslungsreicher geworden.

Noch etwas ist neu an den Liedern auf diesem Album. Tatsächlich hört man ein Schlagzeug, einen Bass, eine Gitarre und ein Piano. Vorbei die Zeit des Synthesizers, was die Musik auf „Moment mal“ nun auch hörbar werden lässt. Zudem hat Stefanie Hertel mit den Titeln „Ich will nach Hause“, „Unter die Haut“ und „Frauen können stark sein“ drei Titel des Albums selbst geschrieben, Text wie Musik. Die Texte des Albums befinden sich allgemein noch sehr im „Schlager-Modus“ und damit beim beliebten Thema der „Liebe“, aber auch hier wird zumindest etwas variiert.

Die Lieder klingen und bleiben zum Teil sogar hängen, auch wenn man ansonsten mit dieser Art der Musik weniger anfangen kann. Doch einige der Stücke gehen gut ins Ohr, sind auch melodiös und schaffen es sich festzusetzen. Daneben gibt es auch ein paar Titel, die eher in die Kategorie langweiliger Schlager fallen, trotzdem bleibt einem hier das Gefühl erspart, gleich ganz schnell Reißaus nehmen zu müssen. Nicht alles klingt überzeugend, die Grausamkeiten fehlen hier allerdings glücklicherweise. Schlager, volkstümlicher Schlager, Pop und sogar Swing, wie beim Stück „So wie du“, gibt es auf „Moment Mal“ zu hören. Na, wenn das mal nicht eine musikalische Weiterentwicklung darstellt.

Fazit: „Moment Mal“ ist das vierzehnte Studioalbum der Stefanie Hertel und das erste, auf dem die Musik nicht von Jean Frankfurter stammt und welches auch nicht vom Synthesizer generiert worden ist. Allein deswegen ist die Scheibe schon zumindest einmal hörenswert. Auf der Platte hört man immer noch Schlagermusik, allerdings vermischt mit etwas Pop, einer Prise volkstümlicher Töne und etwas Swing. Das macht das Ganze interessanter, wobei einige Melodien sogar hängenbleiben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Moment Mal, Dirndlrock, Für dich wird‘ ich da sein, Unter die Haut